Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Fehler-Kultur

Mittwoch, 8. Februar 2012

Ein wahres Märchen, überliefert aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Es war einmal in einem grossen US-Unternehmen, in dem eine der besten Nachwuchsführungskräfte, ein tüchtiger junger Mann, einen grossen Fehler machte. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass dieser Fehler das Unternehmen mehr als eine Million Dollar kostete.

Niemand konnte verstehen, weshalb gerade dieser Mann einen solchen Fehler gemacht hatte. Jeder schätzte ihn als zuverlässigen Kollegen; keiner bezweifelte, dass er alle Fähigkeiten besass, um eines Tages höhere, vielleicht sogar die höchsten Aufgaben in der Unternehmung zu übernehmen.

Da ihn alle, die mit ihm zu tun hatten, sehr gerne mochten, ver-suchten sie, seinen Fehler zu vertuschen. Sein direkter Vorge-setzter riet ihm, niemals darüber zu sprechen und sich Ausreden einfallen zu lassen, um den Verdacht von sich abzulenken. Er würde seinerseits schon dafür sorgen, dass die Geschäftsführung nichts von der ganzen Sache erfahren würde. Seine Kollegen kamen zu ihm und versicherten ihm, dass sie zu ihm halten und ihn nicht verraten würden.

Er selber überlegte zu kündigen. Er konnte es doch nicht ohne Konsequenzen geschehen lassen, dass das Unternehmen, das er liebte, durch ihn auf eine solche Weise geschädigt wurde.

Es kam, wie es kommen musste: irgendwie erfuhr der Leiter des Unternehmens, ein erfahrener und erfolgreicher Mann, von dem Fehler. Sofort bestellte er den Mitarbeiter persönlich zu sich.

Als dieser das Büro des Chefs betrat, blieb er vorsichtig in der Nähe der Tür stehen. Mit unbeweglicher Mine sah der Chef ihn an und gab ihm ein Zeichen, näher zu treten. Nur zögerlich folgte der Mitarbeiter. Seine Knie zitterten, und mit bewegter Stimme sagte er: “Werden Sie mich jetzt feuern?”

Der Chef schaute ihn lange und eindringlich an, und dann sagte er: “Sind Sie verrückt geworden? Wir haben gerade über eine Million Dollar in Sie investiert!”

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An Networking führt heute kein Weg mehr vorbei

Donnerstag, 26. Januar 2012

Vor vielen Tausend Jahren war das soziale Netzwerk im wahrsten Sinne des Wortes eine Frage von Leben oder Tod. Heute erleben wir das Aufbauen, Pflegen und Gestalten von Beziehungen als etwas Alltägliches, meist Unbewusstes. Doch wer einen Gedanken mehr in dieses Thema investiert, wird feststellen, dass Erfolg im Beruf, im Sport, in der Politik oder im privaten Umfeld immer auch auf einem erfolgreichen Netzwerk basiert – und nicht einfach nur zufällig entstanden ist.

Es ist nun mal nicht immer so, dass die fachlich Besten oder diejenigen mit der kompletten Ausbildung auch automatisch an die Spitze kommen. Besser sein allein genügt nicht, um in die höheren Positionen befördert zu werden. Es gibt viele Genies, die bleiben verkannt, weil niemand weiss, dass da irgendwo ein Genie sitzt. Wer es verpasst, Beziehungen aufzubauen, sich unter die Menschen zu mischen, sich einzubringen und sich aktiv selbst zu vermarkten, dem fehlt eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Karriere: Networking. Bedenken Sie überdies: Ein beachtlicher Anteil der Stellen wird im sog. verdeckten Arbeitsmarkt besetzt.

Wer fähig ist, gute Verbindungen aufzubauen, findet leichter Erfüllung im Beruf und baut zugleich eine solide Basis für eine viel versprechende Karriere auf. Dass es auch privat Vorteile hat, versteht sich von selbst.

Ein Netzwerk besteht im Kern aus Beziehungen zu einzelnen Personen oder Gruppen. Innerhalb eines beruflichen oder privaten Netzwerks werden Informationen, Kontakte und Erfahrungen ausgetauscht. Die Mitglieder des Netzwerks helfen sich untereinander. Das geschieht normalerweise über persönliche Gespräche, bei denen Sie das Vertrauen und die Wertschätzung Ihres Gegenübers gewinnen und bewahren können.

Erfolgreiche Netzwerke haben eine hohe Eigendynamik. Sie wachsen schnell und fast von selbst. Oft sind es gar nicht die eigenen Kontaktpersonen, die in einem konkreten Fall helfen können, sondern die Kontakte die Ihre Netzwerkpartner haben. So etwa kann Ihnen ein Bekannter vielleicht nicht direkt selber helfen, jedoch jemand den er kennt. Das funktioniert in der realen und in der virtuellen Welt. XING, LinkedIn und ähnliche webbasierten Kontaktsystem beweisen, wie effizient und effektiv eine solche Netzwerk-Plattform sein kann.

Zum Aufbau eines Netzwerks ist es unerlässlich Visitenkarten zur Verfügung zu haben, um diese bei Abschluss eines Gespräches auszutauschen. Visitenkarten drucken geht heutzutage ganz einfach online und bietet dabei viele Möglichkeiten diese auch individuell zu designen.

Vielen Menschen haben dem Networking gegenüber Vorbehalte. Sie assoziieren damit Begriffe wie Vetternwirtschaft und Seilschaften. Da gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Beim Networking geht es darum, den Partner von den eigenen Qualitäten zu überzeugen. Nur wenn sich die Networkingpartner gegenseitig schätzen, kann eine fruchtbare Beziehung entstehen.

In welchen Situationen ist man dankbar für ein Beziehungsnetz? Es sind deren viele…:

  • Auf der Suche nach Informationen, die man für ein Projekt oder eine Aufgabe benötigt.
  • Auf der Suche nach einer geeigneten, offenen Stelle.
  • Bei der Bewerbung auf eine konkrete Stelle, um z.B. wertvolle Hinweise zu bekommen.
  • Bei Unsicherheiten, wie es mit der eigenen Karriere weitergehen soll.
  • Auf der Suche nach einem „Promoter“ für eine neue Business-Idee.
  • Auf der Suche nach neuen Aufträgen.
  • Sie wollen sich selbständig machen und suchen den Rat von möglichst vielen Menschen.
  • Sie organisieren einen grösseren Event und sind auf der Suche nach Lieferanten.

Im privaten Bereich gibt es ebenfalls beinahe unzählige Situationen, in denen ein intaktes Beziehungsnetz von grossem Nutzen sein kann. Wir alle machen vermutlich täglich davon Gebrauch.

 

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Top 10 der lustigen Berufsbezeichnungen

Montag, 23. Januar 2012

Jede Branche bringt ihre eigenen spezifischen, zuweilen etwas seltsamen Berufsbezeichnungen hervor. Die Lebensmittelindustrie ist hier kein Einzelfall. Für einen Laien (in diesem Fall eine branchenfremde Person) scheinen die Berufsbezeichnungen etwas unseriös und kurios. Diese Berufe haben es in die Top 10 der lustigen Berufsbezeichnungen der Lebensmittelindustrie geschafft:

  1. Teigverdünner
  2. Kornputzer
  3. Fettverarbeiter
  4. Teigwarenarbeiter
  5. Ölpresser
  6. Rübenhobler
  7. Kastanienbrater
  8. Lebensmittelsortierer
  9. Eierdurchleuchter
  10. Bananenreifer

Für alle Teigverdünner, Eierdurchleuchter und Bananenreifer unter den Lesenden: Auf keinen Fall möchten wir Ihren Beruf despektierlich behandeln. Diese Liste macht keine Aussage über die Wichtigkeit oder Ernsthaftigkeit dieser Berufe!

Quelle: Verzeichnis der Berufe, Bundesamt für Statistik

 

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Karriereoption Freelancer

Montag, 23. Januar 2012

Gerade in der IT-Branche stellen sich immer mehr Arbeitnehmer zurecht die Frage, ob sich die freiberufliche Arbeit nicht mehr lohnt als eine Festanstellung. Mehr Flexibilität und insbesondere eine freie Zeiteinteilung zählen allgemein zu den häufigsten Gründen für den Wechsel in die freiberufliche Tätigkeit. Allerdings muss man auch eine spezielle Persönlichkeit mitbringen, um als Freelancer bestehen zu können.

Vorteile des Freelancings

Neben dem bereits genannten Grund der weitaus größeren Flexibilität; sowohl hinsichtlich Arbeitszeit als auch Arbeitsort, gibt es natürlich weitere Gründe, die immer mehr Arbeitnehmer in die Selbstständigkeit ziehen. Als weiterer äußerst wichtiger Punkt zählt die Bezahlung. Ist man in seinem Metier wirklich gut und kann ebenso gute Referenzen vorweisen, kann man als Freelancer schnell deutlich mehr verdienen als ein vergleichbarer Festangestellter. Ist man z.B. Grafikdesigner, sollte man ein ausgereiftes Portfolio mitbringen, um in die obersten Gehaltsklassen aufzusteigen. Aber auch als weniger erfahrener Freelancer kann man sein Portfolio schnell füllen, wenn die Skills stimmen. Zudem kann man selbst bestimmen, für welche Unternehmen und an welchen Projekten man arbeiten möchte.

Allerdings sollte man als Freelancer auch ein besonderes Durchhaltevermögen mitbringen, denn die Auftragslage muss nicht immer ausnahmslos positiv sein. Wer sich durch eine zeitweilig schlechte Wirtschaftssituation aus der Fassung bringen lässt, wird Freelancing auf Dauer wahrscheinlich als zu stressig empfinden. Rücklagen für eine solche Situation einzuplanen gehört auf jeden Fall zum erfolgreichen Freelancing dazu und verlangt vom Freiberufler ein nicht für alle Arbeitnehmer angenehmes Vorausdenken. Bei einer stagnierenden Auftragslage fällt auch der Vorteil der freien Arbeitgeberwahl natürlich kaum noch ins Gewicht. Man muss letztendlich das nehmen, was man kriegt. Auch um die Versicherung muss man sich als Freelancer selbst kümmern, was für die meisten recht unliebsame Arbeit bedeutet. Trotz allem bleibt Freelancing einer der prägnantesten Trends am Arbeitsmarkt. Das vor allem auch durch neu entstehende Projektvermittlungsplattformen, die die Projektsuche deutlich vereinfachen.

Projektvermittlungsportale

Mitwirkend am Trend des Freelancings sind auch entsprechende Online-Plattformen, die den Ablauf der Auftragssuche und der Rechnungsabwicklung deutlich erleichtern. Das Berliner Start-up twago ist ein Beispiel für eine solches Projektvermittlungsportal. Diese Portale vereinfachen nicht nur die Kommunikation zwischen den Kooperationspartnern, sondern ermöglichen auch global orientierte Zusammenarbeit. Wenn das Unternehmen, dass gerne ein Projekt ausschreiben möchte, in den U.S.A. beheimatet ist und der geeignetste Freelancer in z.B. Frankreich, spricht in der IT-Branche in der Regel nichts gegen die Zusammenarbeit. Alle Tätigkeiten, die „remote“ ausgeführt werden können, haben somit prinzipiell einen internationlen Pool an Unternehmen und Experten. Für beide Seiten wird so die Attraktivität des Freelancings erhöht. Auch Sicherheitsstandards – insbesondere im Hinblick auf die Abwicklung der Bezahlung – können durch eine vermittelnde Instanz deutlich gesteigert werden.

Gastautor: Frank Scholz von der Projektplattform twago.

 

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Erstaunlich: In über 100 aktuellen Stellenanzeigen ist Twitter ein Thema!

Sonntag, 1. Januar 2012

In derzeit über 100 Stellenanzeigen von insgesamt knapp 77’000 in der Schweiz ausgeschriebenen Vakanzen ist Twitter ein Teil des Aufgabenspektrums oder eine explizit genannte Anforderung!

Das liest sich dann etwa so:

  • Idealerweise aktiv auf Blogs, Twitter, Facebook & Co.
  • Flair für neue Medien (Internet, E-Mail, Twitter, Facebook, etc)
  • Experience in Twitter Oauth, Facebook Connect, Fabric would be good
  • Vous êtes parfaitement à l’aise avec l’utilisation de plateformes telles que Twitter, Facebook….
  • Erstellung von Inhalten für Newsletter, Facebook, Blog und Twitter.

Es kann davon ausgegangen werden, dass Twitter als Aufgabeninhalt und als Anforderung vermehrt vorkommen wird – und vermutlich auch nicht mehr nur als nice to have, sondern als must have etabliert.

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Neuorientierung mit 40 plus!?

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Frage: Was für Möglichkeiten gibt es, wenn man mit 40 plus in eine neue Branche wechseln will?

Antwort: Grundsätzlich hat man in der heutigen Zeit viel mehr Möglichkeiten, eine Branche zu wechseln. Die klassische bzw. gradlinige Aufsteiger-Karriere ist zwar immer noch verbreitet, aber eine Quer- oder Umsteiger-Karriere ist heutzutage nichts Aussergewöhnliches mehr. In Zeiten wie wir sie heute auf dem Arbeitsmarkt erleben, ist eine berufliche Neuorientierung für viele Menschen nicht mehr nur “Kür”, sondern Pflicht!

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Branche zu wechseln. Auf der Hand liegt z.B. ein Branchenwechsel, bei dem man in derselben Funktion bleibt, also ein Controller, der bei einer Bank gearbeitet hat, wechselt in die Industrie.

Sinnvoll ist auch ein Branchenwechsel kombiniert mit einer gezielten Weiterbildung, z.B. vom Verkauf ins Marketing kann sich besser wechseln, wer eine flankierende Marketing-Weiterbildung macht.

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Über 500 Produktmanager Jobs sind zu vergeben

Samstag, 3. Dezember 2011

Über 500 unbesetzte Produktmanager Jobs sind derzeit auf Schweizer Firmen-Websites ausgeschrieben! Das ist eine beachtliche Zahl an offenen Stellen für ein Berufsbild.

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Was Sie über den Umgang mit Headhunter wissen sollten

Dienstag, 29. November 2011
  • Unternehmen beauftragen Headhunter, um die Verantwortung für Personalentscheidungen nicht allein tragen zu müssen, weil das Ausschreiben einer Vakanz vergeblich wäre oder weil sie ausgewählte Kandidaten (der Konkurrenz) für ihr eigenes Unternehmen rekrutieren lassen wollen.
  • Wenn der Headhunter anruft und fragt, ob Sie jemanden kennen, der diese Anforderungen erfüllt, dann meint er Sie – oder Ihresgleichen. So oder so sollten Sie Hand bieten.
  • Zeigen Sie sich Ihrem aktuellen Arbeitgeber gegenüber vorerst absolut loyal.
  • Headhunter arbeiten für ihren Auftraggeber, denn dieser zahlt – bei einem Erfolg – das Honorar. Headhunter arbeiten nicht im Auftrag eines Kandidaten.
  • Sorgen Sie dafür, dass man Sie, Ihren Namen und Ihren Leistungsausweis kennt. Dann bekommen Sie früher oder später Anrufe von Headhuntern. Und das ist der bessere Weg als von sich aus einen Headhunter zu kontaktieren.
  • Falls Sie selbst einen Headhunter kontaktieren wollen, suchen Sie gezielt denjenigen, der für Ihre Branche und Hierarchieebene arbeitet.
  • Es gibt viele sehr gute und renommierte Headhunter. Leider gibt es auch die schwarzen Schafe in dieser Branche.
  • Treiben Sie keine Spielchen mit einem Headhunter – der Markt ist zu klein und man trifft sich mindestens zwei Mal.
  • Wer ganz nach oben möchte, für den ist Professionalität, Diskretion und Authentizität selbstverständlich.
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Gast-Beitrag: Aktueller Trend in der Arbeitswelt

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Durch die Veränderungen in der Weltwirtschaft gibt es auch neue Entwicklungen in der Arbeitswelt.

Eine davon ist das sogenannte „flexible Arbeiten“. Unter flexiblem Arbeiten versteht man den Trend zu wechselnden Arbeitsorten und Arbeitszeiten. Der Mitarbeiter inklusive seiner Leistungsfähigkeit und seiner fachlichen Qualifikation steht hierbei im Vordergrund, da er in der heutigen Zeit große Verantwortung für den Erfolg der Unternehmens trägt. Dies kann von ihm als Last aber auch genauso als Motivation empfunden werden.

Eine internationale Umfrage unter Beschäfigten in 80 Ländern ergab, dass 76% der deutschen Unternehmen flexibles Arbeiten, also das flexible Wechseln von Arbeitszeiten und Arbeitsorten, anbieten.

Unternehemen gaben an, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Berufs- und Privatleben so einfacher vereinbaren können. Somit sind ein Vorteil dieses Trends produktivere, zufriedenere und motivertere Arbeiter.

Vor allem in Belgien glaubt eine Mehrheit(ca. 54%) der Befragten daran, dass flexibles Arbeiten sich in einer produktiveren Belegschaft äußert.

In Japan und Kanada hingegen glauben weniger als 30% der Befragten daran.

Das Vertrauen der Angestellten in diese Arbeitsform ist nicht sehr groß. Das mag daran liegen, dass 12% der Firmen in Deutschland lediglich ihrem Führungspersonal das Privileg der flexiblen Arbeit gestatten. Die Idee des flexiblen Arbeitens befindet sich momentan erst in ihrer Anfangsphase, jedoch wird in einigen Unternehmen schon längere Zeit nach diesem Grundsatz gearbeitet., was dazu führt, dass Mitarbeiter sich frei einteilen können, wann und wo sie arbeiten.

Arbeitszeitverkürzung durch Arbeitszeitflexibilität

Flexible Arbeitszeiten sind zum Vorteil für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn bei einer schwachen Arbeitslage haben die Mitarbeiter kaum etwas zu tun oder werden im Extremfall sogar nur für ihre Anwesenheit bezahlt.

Umgekehrt müssen die Arbeiter und Arbeiterinnen bei hoher Auslastung Überstunden leisten. Somit ist die flexible Arbeitsform wirtschaftlich viel rentabler. Es liegt im Interesse des Unternehmens Personal immer nur genau dann zur Verfügung zu haben, wenn es benötigt wird. Wie bereits erwähnt können flexible Arbeitszeiten zu einer einfacheren vereinbarung von Arbeit und Privaleben beitragen, insofern sie eine größere Zeitsouveränität der Arbeitnehmer beinhalten.

Gastautorin: Jenni Kuschel, Recruitment Specialist

 

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Gast-Beitrag: Auslandserfahrung als Wettbewerbsvorteil

Freitag, 23. September 2011

Cornel Müller bat mich um einen Artikel als Guestwriter und ich antwortete “klar gerne, worüber denn?” Seine Antwort war “Sie sind sehr international ausgerichtet. Genau das fehlt uns: Interessante Blogbeiträge für Menschen, die vom Ausland in die Schweiz kommen, oder von der Schweiz ins Ausland wollen. Hätten Sie dazu Content?”

Ich war zuerst sprachlos, aber in der Tat ist der internationale Aspekt wohl der rote Faden meiner Vita: meine Mutter ist Deutsche, mein Vater Tscheche und ich bin mit einer Französin verheiratet. Ich habe in Deutschland, Frankreich, Oesterreich und Italien gelebt sowie Missionen und Audits in der Schweiz, Spanien, Irland, der Tschechischen Republik, Belgien und dem Senegal durchgeführt. Studiert habe ich in Deutschland, der Schweiz und den USA und – ich konnte es nicht vermeiden – ich spreche 5 Sprachen.

Was sind, auf den Punkt gebracht, die zwei Schlüsselerkenntnisse, über die ich schreiben kann?

1. Menschen sind überall anders: Ob Sie nun die Buchhaltung Ihrer Firma von Bern nach Kuala Lumpur verlagern, ein Auslandssemester an Columbia studieren oder ein Jahr Sabbatical nehmen und Waisenkinder in Somalia entwurmen: Sie werden sehen, dass Sachverhalte im Ausland anders angegangen werden als zu Hause. Und die Frage ist nicht „was ist richtig oder falsch?“, sondern vielmehr „Warum macht Ihr das hier so und so? Warum habe ich es bisher anders gemacht? Was kann ich aus beidem lernen?“. Die meisten Dinge haben einen Sinn und was zuerst unverständlich erscheinen mag, hat oft eine logische Erklärung. Bekanntermassen führen viele Wege nach Rom, und alle kommen irgendwie (und auch irgendwann…) an. Der Weg ist unterschiedlich, wenn auch das Ziel das gleiche sein mag.

Lernen können Sie aus diesem ersten Punkt Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, effizientes Kommunikationsverhalten (inklusive der Fähigkeit, erstmal zu zu hören und danach ein paar gute Fragen zu stellen), Sensibilität, Aufgeschlossenheit und Toleranz.

2. Menschen sind überall gleich: In 2007 und 2008 reiste ich beruflich durch ganz Europa und arbeitete mit den lokalen Teams. Und ob ich in Dublin, Zürich oder Prag war, ich hörte stets „ das ist ganz toll, was Du da erzählst und Du hast ja sooo recht – aber hier ist alles ganz anders!“. Diese Aussage mag für Detailfragen richtig sein, in den grossen Linien ist sie jedoch falsch: alle Kunden der Welt suchen die perfekte Lösung so schnell und preiswert wie möglich und Mitarbeiter wollen das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun; Manager möchten motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter, die nicht kündigen oder krankwerden und Shareholder wünschen sich einen möglichst hohen Return on Investment. Die Art und Weise, wie sich dies ausdrückt und erreicht wird, ist in Osaka sicher anders als in Mexico City: Das Ziel aber ist das gleiche, auch wenn der Weg unterschiedlich sein mag.

Fertigkeiten, die Sie aus dieser zweiten Erkenntnis verwerten können, sind die Fähigkeit zur Synthese, Abstraktionsvermögen, Urteilsfähigkeit und übergreifendes Denken, aber auch Willensstärke, Risikobereitschaft und gesunder Abstand.

Zusammenfassung:

Auslandsaufenthalte machen nicht nur Ihren Lebenslauf sexy und sichern Ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Gleichgestellten, Sie werden auch ganz entscheidend Ihre Sozialkompetenz schärfen – und dies ist die wichtigste Qualifikation für eine steile und krisensichere Karriere. Diese, und nicht etwa Fachwissen, werden in allen Kulturen und in jedem Corporate Context auf der Welt über Ihren Erfolg oder Ihr Scheitern bestimmen.

Es reicht jedoch nicht, diesen Artikel zu lesen: Sie müssen selbst in Italien einem Zahnarzt erklären, wo es wehtut, in Afrika zum Einwohnermeldeamt gehen oder Ihre Kinder auf einem neuen Kontinent einschulen.

Diese Erfahrungen werden Ihre Arbeitsweise nachhaltig und tiefgreifend ändern und kein unsympathischer Boss oder schmerzhafte Krise können Ihnen dies jemals wegnehmen.

Worauf warten Sie noch?

Gastautor: Jörg Stegemann arbeitet seit 2001 in der spezialisierten Personaldienstleistung und -beratung und war in dieser Zeit für drei große Unternehmensgruppen tätig. In den letzten Jahren hat er die Aufgaben Start-Up, Turn-around, Sustaining-Success und Downsizing in mehreren Ländern Europas erfolgreich durchgeführt, mehrere hundert Menschen in neue Anstellungen vermittelt und tausende von Kandidaten beraten. Jörg Stegemann bloggt auf www.JobThoughts.Net | Career advice from a headhunter

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