Kategorie-Archiv: Bewerbung

Eine Runde weiter – so landet Ihre Bewerbung auf dem Ja-Stapel

Die Jobsuche kann auch frustrierend sein. Stunden in Lebenslauf und Anschreiben investiert und schon nach wenigen Tagen, erhält man eine Absage ohne individuelle Begründung. Da taucht zwangsweise die Frage auf, wie schaffe ich es zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden?

Auf ein Stelleninserat hin landen vielfach dutzende, wenn nicht hunderte Bewerbungen auf dem Tisch des Recruiters. Da kann es passieren, dass man trotz entsprechenden Erfahrungen und Qualifikationen aussortiert wird. Auf diese Aspekte sollten Sie bei der nächsten Bewerbung besonders Wert legen um aus den Unmenge von Dossiers ausgewählt zu werden.

Schreiben Sie den Text des Briefes direkt in das Email und hängen Sie Ihn nicht in den Anhang. Mails mit dem Texten wie: Sie erhalten als Anhang mein Bewerbungsschreiben und CV zu Ihrer offenen Stelle“ sollten vermieden werden, da diese den Recruiter nicht animieren den Anhang zu öffnen.

Verfassen Sie zu jeder Bewerbung ein neues Schreiben für den spezifischen Job. Recruiter merken meist auf den ersten Blick, ob Sie ein Massenbrief oder ein persönliches Schreiben in der Hand halten. Weiter sollten Sie darauf eingehen, welche Fähigkeiten Sie für die offene Stelle mitbringen. Vermeiden Sie jedoch ausschweifende Erklärungen, wie die Stelle für Ihre Karriere von Vorteil sein könnte.

Zeigen Sie Ihr Interesse mit Initiative. Wenn im Inserat nur der Nachname des Recruiters genannt wird, machen Sie sich die Mühe und googeln Sie seinen oder ihren Vornamen. Um die Aufmerksamkeit zu erlangen, können Sie auch mit der Formatierung und Stil Ihrer Bewerbung variieren. Diese sollte jedoch nicht zu auffällig sein, sondern professionell wirken.

Quelle: Guardian Careers

Autorin: Nicole Wicki

4 Details auf die Sie achten sollten, während Sie auf Ihren Interviewtermin warten

Bei einem Vorstellungsgespräch geht es nicht nur darum, ob Sie zur Firma passen, sondern auch, ob sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz wohlfühlen würden. Dies ist jedoch sehr schwierig zu beurteilen. Mit diesen vier Tipps können Sie sich einen vertieften Eindruck verschaffen.

Die Begrüssung

Der erste Eindruck sagt sehr viel über die Organisation aus. Werden Sie von der Rezeptionistin freundlich oder sogar mit dem Namen begrüsst? Kleinere Firmen haben meist keine Rezeption. Wussten Sie genau, wo hin Sie gehen mussten, oder landeten Sie in einem unpersönlichen Korridor?

 Räumlichkeiten

Machen Sie sich ein Bild von den Büroräumlichkeiten. Sind die Büros offen gestaltet oder sind die einzelnen Mitarbeitenden von einander abgeschottet? Die Unternehmenskultur spiegelt sich in der Einrichtung und der Aufteilung der Räume wieder.

Wenn Preise für Diversity, Sales Performance oder soziale Verantwortung an den Wänden hängen, können Kandidaten überprüfen, ob ihre persönlichen Werte und Ziele mit denen der Firma korrespondieren.

 Technologie

Werfen sie einen Blick auf die Computer, Beamer und andere Geräte. Sind diese auf dem neuesten Stand, wird die Unternehmung grossen Wert auf Performance starke Technologien legen und diese regelmässig erneuern.

 Mitarbeitende

Der Umgang der Mitarbeitenden untereinander ist für den Arbeitsalltag von grosser Bedeutung. Werden Sie als Aussenstehende angelächelt und freundlich gegrüsst. Ein weiteres Indiz für die Kultur ist, ob die Mitarbeitenden mit Headsets vor ihren Bildschirmen kleben oder ob zusammen geredet oder sogar gelacht wird. Achten Sie sich auch auf die Kleidung der Mitarbeitenden.

Wenn Sie in einen neutralen Warteraum geführt werden, fragen Sie ob Sie die Toilette benutzen dürfen. So sehen Sie etwas mehr von der Firma und haben vielleicht sogar die Gelegenheit einen Blick in den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden zu werfen.

Lesen Sie auch weitere Beiträge zum Thema Vorstellungsgespräch.

Quelle: money.com

Autorin: Nicole Wicki

Tipps fürs Vorstellungsgespräch – Versetzen Sie sich in die andere Seite

Recruiter wissen meist genau, wie sie Kandidaten aus der Reserve locken können und wo ihre Schwachpunkte liegen. Das liegt einerseits an ihrer jahrerlanger Erfahrung. Andererseits, weil sie auch schon auf der anderen Seite des Tisches gesessen sind und wissen, wie Jobsuchende ticken. Drehen Sie den Spiess um und versetzen Sie sich in die Rolle des Recruiters.

Es gibt unzählige Literatur für Jobsuchende, sondern auch für die Interviewer. Lesen Sie diese. So erhalten Sie eine Einsicht, nach was die Recruiter suchen und aus welchen Gründen sie gewisse Fragen stellen. Sie gewinnen so nicht nur den Recruiter für sich, weil sie seine Fragen erwartungsgemäss beantworten. Sie verschaffen sich auch einen Vorsprung gegenüber den anderen Kandidaten.

Der Recruiter merkt genau, wenn sein oder ihr Gegenüber nervös wird. In solchen Situationen wird sicherlich nachgehackt um dem Grund für die Nervosität auf den Grund zu gehen. Sie sollten sich deshalb vorgängig Gedanken über mögliche heisse Fragen machen. Die Antworten dazu üben Sie am besten wiederholt, um an Sicherheit zu gewinnen.

Übung ist ein gutes Stichwort. Üben Sie das Vorstellungsgespräch mit einem Freund oder einer Freundin. Übernehmen Sie dabei auch mal den Part des Recruiters. So können Sie sich noch tiefer in ihr Gegenüber hinein versetzen.

Lesen Sie auch, welche Fragen Sie in einem Vorstellungsgespräch unbedingt stellen sollten. Ausserdem finden Sie unter jobagent.ch unzählige offene Stellen. Da ist sicher etwas für Sie dabei.

Quelle: money careers

Autorin: Nicole Wicki

Was haben Hobbies in der Bewerbung zu suchen?

Soll ich Hobbies am Ende meines CV auflisten? Oder lass ich sie doch lieber weg? Darf ich beim Bewerbungsgespräch meine Freizeitaktivitäten erwähnen oder macht mich das uninteressant? Hobbies in einer Bewerbung zu erwähnen ist eine Gratwanderung zwischen Gewinnchance und Reinfall. Aber wie weiss man, was toppt und was floppt?

In der Regel gilt: Wenn eine Freizeitaktivität die von der Stelle erforderten Skills unterstreicht und verstärkt, hat Ihr Hobby einen Platz im CV (ansonsten behalten Sie es für sich). Allerdings gilt zu beachten, dass ein solches Interesse nicht in einem Wort am Ende des CV angehängt wird, wie z.B. „Sport“ oder „Lesen“. Solche Angaben helfen Arbeitgebern wenig und lassen den Bewerber/ die Bewerberin gewöhnlich erscheinen, anstatt hervorzuheben.

Besser: Schreiben Sie, seit wann Sie eine Aktivität ausführen. Vor allem Vereins-und Organisationszugehörigkeiten bieten so einen guten Hinweis auf Ihre Hobbies. Ein Interesse, das bereits über längere Zeit besteht, weist ausserdem auf Ausdauer und Beständigkeit hin, was Ihnen unter Umständen zu Gute kommen kann. Ebenfalls einen positiven Eindruck erwecken Sie, wenn Sie etwas Spezielles aus Ihrem Hobby gemacht haben bzw. wenn Sie dadurch Erfolge erzielt haben. Dies beweist, dass Sie zielstrebig sind und nicht gleich aufgeben.

Achtung: Vermeiden Sie aber die übergenaue Ausführung Ihrer Freizeitaktivitäten in Ihrer schriftlichen Bewerbung. Dies nimmt Ihnen den Wind aus den Segeln und Sie werden beim Bewerbungsgespräch nichts neues mehr zu erzählen wissen.

Bei einem allfälligen Interview können Sie unter Umständen mit Hobbies trumpfen, aber nur wenn diese 1. relevant für Ihre neue Stelle sind und 2. zum Unternehmen und dessen Philosophie passen. Aber auch hier gilt: An erster Stelle erwähnen Sie Ihre beruflichen Skills. Ihre Freizeitaktivitäten dienen höchstens als Unterstützung. Diskutieren Sie also nicht zu lange, was Sie in Ihrer Freizeit alles tun. Ansonsten erwecken Sie den Eindruck sich mehr für Ihre Hobbies zu interessieren als für die Arbeit.

Hobbies können also durchaus nützlich sein in einem CV oder in einem Bewerbungsgespräch. Allerdings verhalten Sie sich wie Gewürze in einem Gericht: Zu viel des Guten verdirbt die Speise. Und: Geschmäcker sind verschieden!

Tipp: Wie Sie einen Lebenslauf in kurzer Zeit und ganz einfach erstellen finden Sie hier.

Dinge, die Sie bei einem Vorstellungsgespräch fragen sollten

Wer kennt die Situation nicht? Man erscheint zu einem Bewerbungsgespräch und wird von seinem (vielleicht) zukünftigen Arbeitgeber über die berufliche Laufbahn und über Vorstellungen und Erwartungen an den Job ausgefragt. Ehe man sich versieht ist das Vorstellungsgespräch vorbei und Fragen hat vor allem der Arbeitgeber gestellt.

Allerdings hätte man selbst gerne noch die eine oder andere Frage gestellt, um noch mehr über die Stelle zu erfahren. Doch wenn es zu dem Punkt im Gespräch kommt, an dem der Kandidat oder die Kandidatin die Gelegenheit hätte seine/ihre Fragen zu stellen, bringt viele kein Wort über die Lippen. Dies meistens darum, weil die meisten Kandidaten nicht wissen, was bei einem Bewerbungsgespräch gefragt werden darf und soll.

Damit Sie bei Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch nicht in eine wortleere Pause fallen, wenn es an Ihnen ist Fragen zu stellen, finden Sie hier 10 Fragen, die Sie bei einem Bewerbungsgespräch unbedingt fragen sollten:

  • Falls nicht bereits erwähnt: Wie würden Sie die Philosophie und die Kultur in Ihrem Unternehmen beschreiben?
  • Wie und worin unterscheidet sich Ihr Unternehmen von der Konkurrenz?
  • Wer wird mein direkter Vorgesetzter sein und ist es möglich ihn/sie kennen zu lernen?
  • Können Sie mir einige Beispielprojekte zeigen, an denen ich in dieser Position arbeiten werde?
  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag in dieser Position aus?
  • Wie trägt diese Position zum Erfolg des Unternehmens bei?
  • Bietet Ihr Unternehmen Weiterbildungen an oder unterstützt diese?
  • Wie sieht idealerweise die Kommunikation mit und unter Ihren Mitarbeitern aus (regelmässige Meetings, Emailkonversation, etc.)?
  • In welchem Verhältnis meine Qualifikation im Vergleich zum Idealkandidaten?
  • Haben Sie irgendwelche Bedenken bezüglich meinen Qualifikationen, die Sie davon abhalten mich für diese Position auszuwählen?

Scheuen Sie sich nicht bei Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch diese Fragen zu stellen. Sie werden dadurch einen interessierten Eindruck hinterlassen und zeigen dem Arbeitgeber, dass Sie aktiv mitdenken.

Ausgefallene und kreative Bewerbungsmethoden

Sind Sie auf Ihrer Jobsuche auf eine Stelle gestossen, die Sie brennend interessiert und für die Sie sich bewerben möchten? In diesem Beitrag stellen wir Ihnen ausgefallene Methoden vor, wie Sie auf Ihr Profil aufmerksam machen und Mitkonkurrenten hinter sich lassen. Was es dazu braucht sind Ideen und ein wenig Kreativität. Lassen Sie sich inspirieren.

Im Zeitalter der digitalen Medien und dem Aufkommen von Social Media-Kanälen wie YouTube, Facebook, Google, etc. entwickeln sich unaufhaltsam neue Möglichkeiten das Internet für den Alltag zu nutzen. Dabei spielt der Nutzer des Internets nicht mehr nur eine passive Rolle, in der er Inhalte bloss rezipiert, sondern er wird zum Kommunikator und kann seine erstellten Inhalte selbstständig verbreiten und seine persönliche Zielgruppe erreichen. Dies kommt vor allem Stellensuchenden entgegen, wenn klassische Bewerbungsformen wie Anschreiben, Bild, Lebenslauf und Zeugnisse einfach nicht  mehr zum gewünschten Erfolg führen.

Bewerbung mit Facebook

Auf den ersten Blick mag diese Form von Bewerbung absurd klingen, doch Sie wird von vereinzelten Stellensuchenden tatsächlich genutzt. Ein Nutzer auf Facebook hat zum Zweck seiner Bewerbung ein eigenes Fotoalbum erstellt und auf jedem Bild Informationen zu seiner Person dargestellt. Die Mischung aus Kreativität, Interaktivität und Professionalität verhalf ihm zum Antritt der neuen Stelle.

Bewerbung mit Video

Wenn Sie die oben genannte Bewerbungsform nicht unbedingt anspricht, versuchen Sies doch mit bewegten Bildern, zum Beispiel mit dem Videoportal YouTube. Schreiben Sie für Ihre Bewerbung Ihr eigenes Drehbuch und bringen Sie sich in Szene. Dabei sind Sie frei, doch legen Sie die inhaltlichen Schwerpunkte nach wie vor auf die relevantesten Informationen über Ihre Person in Bezug zum angeforderten Stellenprofil.

Bewerbung durchs Schaufenster

Sie werden es kaum glauben, doch in Dänemark hat sich eine Personalagentur in Anbetracht der zunehmenden Arbeitslosigkeit etwas ganz Besonderes ausgedacht. Stellensuchende, die um Hilfe bitten, werden gebeten in einem Schaufenster Platz zu nehmen. Während Stunden haben Passanten die Möglichkeit, den Stellensuchenden bei der Arbeit zu beobachten. Die Aktion zeigt Wirkung, gleich mehrere Stellensuchende konnten auf sich aufmerksam machen und wurden zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Schaufenster
Setzen Sie sich ins Schaufenster und Sie werden angestellt (Quelle: Reputation Copenhagen).

Weitere Informationen zur Erstellung Ihrer persönlichen Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

Mut zur Lücke – Warum Lücken im Lebenslauf nicht das Ende der Welt sein müssen

Lückenlose Panik im Vorstellungsgespräch

„Wie ich sehe haben Sie dort im April aufgehört, und Ihren nächsten Job haben Sie dann im August angefangen – was haben Sie denn in der Zwischenzeit gemacht?”

Diese Frage kann in vielen Fällen das Ende des Erfolgs im Vorstellungsgespräch bedeuten, denn oftmals kommt der Bewerber dabei ins Stocken und wirkt dadurch verunsichert. Sofort beginnt das Hirn des Gesprächspartners mit der Ursachenanalyse: Warum die Nervosität? Was hat der Bewerber bloß zu verbergen? Verschweigt er mir am Ende etwas Wichtiges?

Bewerber scheinen große Probleme mit dieser Situation zu haben, was regelmäßig zu unnötiger Panik führen kann (“Was wenn ich nun danach gefragt werde…?”). Von Anfang an ist damit das nötige Selbstvertrauen nicht vorhanden. Selbst wenn die Lücke gar nicht zur Sprache kommt, kann das Job-Interview daran scheitern. Dabei gibt es eine sehr einfache Lösung für dieses Problem: Ehrlichkeit und Offenheit!

Warum eigentlich nicht?

Damit eine kleine Lücke nicht zur Karriere-Blockade mutieren kann, sollte man sich als Bewerber einmal folgendes fragen: Wann ist eine Lücke im Lebenslauf eigentlich ein Problem? Antwort: Wenn es keine sinnvolle Erklärung dafür gibt! Denn solange ein Zeitraum zwischen zwei Jobs erklärt werden kann, und die Erklärung akzeptabel ist, sollte sich kein Unternehmen daran stören.

Fangen wir also mit dem einfacheren Teil an: Welche Erklärungen sind akzeptabel?

  • Auszeit: Es sollte jedem Menschen erlaubt sein, vor dem Antritt eines neuen Jobs einmal Luft zu holen. Es ist auch wichtig, sich um andere Dinge in seinem Leben zu kümmern, welche Aufmerksamkeit verdienen. Zu oft wird vergessen, dass das Leben (hoffentlich) nicht nur aus Arbeit besteht.
  • Lange Reise: Die eine Reise, die man schon seit Jahren im Hinterkopf hatte, die aber leider 6-8 Wochen dauert – wann kann man diesen Traum besser verwirklichen als zwischen zwei Jobs?
  • Fortbildung: Im nächsten Job benötigten Sie Fähigkeiten, welche Sie bisher noch nicht erlernen konnten. Also haben Sie sich entschlossen, diese vor Antritt des neuen Jobs zumindest grundlegend zu erlernen, damit Sie einen besseren Start hinlegen konnten.
  • Familiäre Gründe: Hierzu gehören sowohl Familienzuwachs als auch die Betreuung eines Angehörigen im Krankheitsfall.

Das schlimmste Fazit, welches ein Personaler aus einer dieser Aussagen ziehen könnte, ist, dass Sie ein Mensch sind, der nicht von Geburt an alle Fähigkeiten beherrscht und daher sich konstant weiterbildet, und dass Sie hin und wieder etwas anderes tun außer arbeiten. Somit sollten Begründungen wie diese kein Hindernis darstellen. Anders formuliert: Möchten Sie bei einem Unternehmen arbeiten, welches solche Dinge problematisch sieht?

Wie male ich ein Loch?

Die schwierigere Frage ist jetzt: Wie beschreiben Sie die Lücke am Besten im Lebenslauf, um den richtigen Eindruck zu erwecken?
Einige Themen lassen sich leicht beschreiben – eine Weltreise zum Beispiel bedarf keiner gesonderten Erklärung. Mit einer längeren Erkrankung sieht es dagegen schon anders aus. Letztere lässt sich leichter im direkten Gespräch erklären, und somit sollte die Beschreibung im Lebenslauf eher kurz gehalten werden – allein schon aus Gründen der Privatsphäre.

Generell gilt: War die Pause nicht zwingend notwendig, also z.B. nicht krankheitsbedingt, dann sollte sie der beruflichen und / oder persönlichen Weiterentwicklung gedient haben. Zwei Monate Strand und Cocktail-Bar klingen nicht besonders positiv; ein Sprachkurs oder eine kulturelle Bildungsreise dagegen schon.

Die goldene Regel

Bleiben Sie bei den Fakten absolut korrekt, und achten Sie bei der Darstellung auf die für Ihre Karriere positiven Aspekte – So werden Sie in Zukunft selbstsicher mit Lücken in Ihrem Lebenslauf umgehen und sich erfolgreich bewerben können!

Quelle: www.adzuna.de

Die zehn Todsünden im Bewerbungsgespräch

Gratuliere, Sie haben es geschafft! Endlich hat Sie jemand zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, jetzt ist Ihre Chance. Wenn Sie nun denken, dass gar nichts mehr schief gehen kann, dann liegen Sie falsch. Jetzt gehts es auf der Schlussgeraden erst richtig los. Nun ist es wichtig, dass Sie sich nicht durch grobe Schnitzer ein Bein stellen. Denn eine zweite Chance gibt es in der Regel nicht. Im Folgenden listen wir Ihnen zehn Todsünden auf, die Ihnen den Erfolg so richtig vermiesen können.

1. Keine Ahnung vom Arbeitgeber

Wer sich im Vorfeld nicht über den Arbeitgeber informiert hat, der muss nicht einmal erst zum Interview antreten. Wissen signalisiert Interesse und dieses müssen Sie auf jeden Fall bekunden können.

2. Schlechtes oder unpassendes Erscheinungsbild

Kleider machen Leute, dies gilt auch im Jobinterview. Kämmen Sie sich wieder einmal die Haare und signalisieren Sie durch ein sauberes Erscheinungsbild Respekt gegenüber Ihrem Gesprächspartner. Je nach Art und Ebene der angestrebten Position unterscheidet sich der jeweilige Dresscode. Vorsicht mit Ring, Manschettenknöpfen, Krawattennadel, Einstecktüchern und Anstecknadeln!

3. Arroganz

Natürlich fühlen Sie sich durch die Einladung zum Jobinterview geehrt, doch übertreiben Sie es nicht mit zu hohem Selbstvertrauen. Verhalten Sie sich gegenüber allen Gesprächspartnern freundlich und respektvoll. Arroganz kann Ihnen alles vermiesen.

4. Missachtung der Körpersprache

Es ist toll wenn Sie verschiedene Sprachen sprechen, aber wenn Sie Ihre Körpersprache nicht beherrschen, dann nützt Ihnen auch Chinesisch nichts. Häufig offenbaren Sie durch sie mehr, als Ihnen lieb ist. Ein lascher Händedruck, eine schlaffe Sitzhaltung oder verschränkte Arme verraten mehr über Sie, als Sie das beabsichtigen. Richten Sie Ihren Körper auf und blicken Sie Ihren Gesprächspartnern in die Augen.

5. Lügen im Lebenslauf

Dichten Sie keine Unwahrheiten zu Ihrem Lebenslauf. Ein Doktortitel mag vielleicht imponieren, doch kommt Ihnen Ihr Chef später auf die Schliche, sind Sie Ihren Job schneller los als Sie denken können. Ehrlichkeit, Echtheit und Genauigkeit sind wichtig. Alles andere vergessen Sie lieber.

6. Nicht zuhören

Lassen Sie sich und Ihren Gesprächspartnern Zeit, auch wenn Ihnen etwas auf der Zunge brennt. Wer seinen künftigen Vorgesetzten nicht zu Wort kommen lässt oder nur ungeduldig darauf wartet, bis er wieder “dran” ist, disqualifiziert sich für jede Führungsaufgabe.

7. Lange Rede, kurzer Sinn

Nicht jeder möchte Ihre gesamte Lebensgeschichte hören, auch wenn Sie zum Jobinterview eingeladen wurden. In den meisten Fällen erwartet man von Ihnen geistige Ordnung und Disziplin im Denken. Wer auf den Punkt kommt und kein Zeitgefühl hat, wird in der Regel auch ein Chaos im Kopf haben.

8. Falsche Wechselgründe nennen

Natürlich kann es sein, dass Sie aus unangenehmen Gründen zum Jobinterview gekommen sind, aber stellen Sie dies nicht in den Vordergrund. Sprechen Sie über die neuen Aufgaben und Ihre Motivation für die neue mögliche Stelle.

9. Mangelnde Mobilität

Wenn Sie Karriere machen wollen, müssen Sie in der heutigen globalen Berufswelt flexibel sein und im besten Fall auch  bereit sein für einen allfälligen Umzug oder eine längere Reise.

10. Ungeduld

Warten Sie nach dem Jobinterview auf eine Antwort. Melden Sie sich nicht gleich am nächsten Tag, sondern gedulden Sie sich mindestens eine Woche bis man über die Stellenvergabe entschieden hat. In den meisten Fällen braucht dieser Prozess seine Zeit, vor allem bei grösseren Unternehmen.

Viel Erfolg!

Die Lohnfrage – Wie Sie über einen guten Lohn verhandeln.

“Und wie sehen Ihre Lohnvorstellungen aus?” Diese Frage verunsichert Bewerber in den meisten Fällen, weil Sie in diesem Moment nicht genau wissen, ob Sie verhandeln oder akzeptieren sollen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Gehaltsvorstellungen selbst berechnen können und vielleicht sogar den einen oder anderen Franken herausholen können.

Jeder kennt das Dilemma: Im Bewerbungsgespräch möchte man auf jeden Fall einen guten Eindruck machen, zumal man sich gut vorbereitet hat. Doch die direkt gestellte Lohnfrage bringt die meisten Bewerber in arge Bedrängnis, da die entsprechende Antwort Folgen haben kann: Wer zu wenig fordert, signalisiert sogar mangelndes Selbstbewusstsein und macht sich verdächtig. Andererseits können Bewerbungen an zu hohen Lohnvorstellungen scheitern.

Haben Sie keine Vorstellungen über Ihren zukünftigen Lohn ermitteln Sie zunächst Ihr aktuelles Jahresgehalt als Grundlage für die Ermittlung Ihres gewünschten Gehalts. Im Folgenden zeigen wir Ihnen ein Musterbeispiel für Ihren individuellen Lohnkalkulierer:

  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld
  • vermögenswirksame Leistungen
  • Übernahme von Kosten für Fort- und Weiterbildungen
  • zusätzliche Versicherungen
  • Stellung eines Dienstwagens
  • weitere Leistungen, wie Firmenrabatte, Aktienoptionen, Beteiligungen, usw.

Haben Sie Ihr aktuelles Jahresgehalt berechnet, können Sie sich über spezifische Löhne im Internet oder in Zeitschriften informieren.

Anschliessend haben Sie eine genauere Vorstellung über Ihren zukünftigen Lohn und können allfällige Kosten dazu- oder wegrechnen. Vergessen Sie nicht die zusätzlichen Kosten die bei einem neuen Stellenantritt dazukommen. Bleiben bis zum Bewerbungsgespräch lohntechnische Fragen offen, können Sie auch die Interviewer um mehr Informationen bitten. Es empfiehlt sich, eine exakte Summe nicht zu nennen, sondern in möglichen Gehaltsspannen zu verhandeln.

Beispiel: “Meine Lohnvorstellungen liegen zwischen 45000.- und 55000.- Franken brutto im Jahr.”

Achten Sie darauf, dass die Lohnfrage in jedem Bewerbungsgespräch gestellt wird. Bereiten Sie sich also gut vor und überblicken Sie Ihre persönlichen Finanzen, bevor Sie sich in einen schlecht bezahlten Job stürzen.

 

Achtung! – Die 10 häufigsten Fehler im Bewerbungsschreiben

In Ihren Bewerbungsunterlagen ist es von grosser Wichtigkeit, dass Sie Fehler so gut wie möglich vermeiden. Vor allem das Bewerbungsschreiben, das neben dem strukturierten Lebenslauf eine zentrale Rolle spielt, sollte fehlerlos sein. Das Bewerbungsschreiben ist der erste Eindruck, den Sie bei Ihrem potentiellen Arbeitgeber hinterlassen und ist für den Erfolg Ihrer Bewerbung ganz entscheidend. Im Folgenden weisen wir Sie auf Fehler hin, die in den meisten Fällen gemacht werden:

1. In der Kürze liegt die Würze!

Schreiben Sie kein Buch, sondern strukturieren Sie Ihr Bewerbungsschreiben in 3-4 Absätze. Im ersten Absatz schreiben Sie einen knackigen Satz, der kurz beschreiben soll, wie Sie auf die Stelle aufmerksam geworden sind und wieso Sie sich bewerben. Im zweiten Teil beschreiben Sie Ihre Aus- und Weiterbildungen. Im dritten Teil beschreiben Sie Ihre momentane oder letzte Berufstätigkeit und setzen die von der Stellenanzeige gelisteten Tätigkeitsfelder in Beziehung zu Ihren persönlichen Berufserfahrungen. Ganz nach dem Motto: “Sie suchen, ich biete”. Im  letzten Teil nehmen Sie noch einmal Bezug auf Ihre Stärken und schliessen das Schreiben mit einem erfolgsversprechenden Satz ab.

2. Keine Musterbewerbungsschreiben

Benutzen Sie für die Bewerbung nicht ein und das selbe Anschreiben.  Sie sollten für jede Stelle ein neues benutzen, sonst fällt es dem Unternehmen schneller auf, als Sie denken.

3. Nicht abschreiben!

Es ist natürlich nicht verboten, Ratgeber und Tools zur Hilfe zu nehmen, Sie sollten es jedoch vermeiden aus diesen abzuschreiben oder Sätze zu übernehmen. Lassen Sie sich inspirieren und holen Sie Ideen, aber formulieren Sie Sätze eigenständig. Es wirkt letztlich viel authentischer.

4. Keine komplizierten Sätze

Bringen Sie Ihre Botschaft auf den Punkt und vermeiden Sie längere Sätze, die den Lesefluss deutlich einschränken.

5. Nicht lügen!

Bleiben Sie bei den Tatsachen und dichten Sie keine Fähigkeiten und Erfahrungen zu Ihrem Schreiben dazu. Es wird Ihnen spätestens während dem Bewerbungsgespräch schaden.

6. Nicht übertreiben!

Stellen Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in den Vordergrund, aber übertreiben Sie es nicht mit Selbstlob. Vermeiden Sie Sätze wie: “Ich bin der beste…” oder “Ich kann alles…”.

7. Die ganze Welt dreht sich nicht um Sie!

Seien Sie kein Egoist und beschreiben Sie nicht eine mögliche Besserung im Leben durch die Stelle, sondern teilen Sie mit, wieso gerade Sie für den Job in Frage kommen und was Sie zum Erfolg beitragen können.

8. Kein Konjunktiv!

Konjunktivsätze vermitteln Unsicherheit und lassen auf ein geringeres Selbstbewusstsein schliessen. Sätze wie “ich würde…”, “Ich könnte…”, etc. gilt es zu vermeiden.

9. Keine Verneinungen!

Sprechen Sie nicht über Ihre Schwächen! Aus diesem Grund sollen negative Formulierungen gestrichen werden.

10. Keine Passivsätze!

Erfahrungen haben Sie sich selbst angeeignet. Unterstreichen Sie, was Sie gelernt und sich selbst angeeignet haben.

Der Bewerbungsratgeber unterstützt Sie beim Verfassen Ihres Bewerbungsschreibens.

Viel Erfolg!