Kategorie-Archiv: Bewerbung

4 Tipps zur Kleidungswahl beim Bewerbungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch betrachten Personalbeauftragte neben der Evaluation der beruflichen Assets eines Bewerbers oder einer Bewerberin oft auch dessen oder deren Auftreten und Erscheinungsbild während des Gesprächs. Als Kandidat hat man die Möglichkeit, sich nicht zuletzt auch durch eine gezielte Kleidungswahl zu profilieren.

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Das Bewerbungsschreiben – die Tür zum Beruf

Eine Bewerbung besteht aus verschiedenen Teilen, die für das Zustandekommen eines Bewerbungsgesprächs unerlässlich sind. Dabei trägt neben Lebenslauf und Zeugnissen das Bewerbungsschreiben eine wichtige Rolle. Doch woraus besteht das perfekte Bewerbungsschreiben? Hier finden Sie die Antwort!

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Skurrile Bewerber-Erlebnisse

Haben Sie  – als Bewerbende(r) – auch schon Aussergewöhnliches  im Kontakt mit Arbeitgebern oder Personaldienstleistern erlebt? Erzählen Sie mir Ihr Erlebnis! Selbstverständlich bleibt es anonym. Es geht nicht darum, einzelne Unternehmen an den Pranger zu stellen. Vielmehr möchten wir sensibilisieren, so dass Unternehmen nicht nur über Employer Branding reden, sondern auch konkret betreiben.

Schreiben Sie mir eine E-Mail an cornel.mueller@x28.ch. Ich bin gespannt…

 

Fünf Don’ts bei der Bewerbung

Grosse Firmen erhalten dutzende Bewerbungen und das jeden Tag. Dies bedeutet, dass Personaler nur wenig Zeit haben um die einzelnen Bewerbungen zu studieren, so spielt der erste Eindruck eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund werden hier 5 Dinge beschrieben, die Sie unbedingt vermeiden müssen, damit Ihre Bewerbung nicht sofort im Papierkorb landet.

 1. Bewerbungsschreiben: Der Roman

Ein zu langes Bewerbungsschreiben wird häufig schon aus Zeitmangel gar nicht gelesen. So sollte es nicht länger als eine A4-Seite sein, komplizierte Schachtelsätze sollten möglichst vermieden werden, um ein angenehmes Lesen zu garantieren.

2. Der farbenfrohe Lebenslauf

Ein individuell gestalteter Lebenslauf sticht zwar in der Masse der Vorlage-CVs heraus, kann jedoch auch schnell unprofessionell wirken. Mit der richtigen Gestaltung kann dies verhindert werden. So reicht ein einzelnes Foto im Normalfall und farbige Gestaltung sollte sparsam eingesetzt werden.

 3. Flüchtigkeitsfehler

Das ständige Korrigieren von Bewerbungsschreiben mag lästig erscheinen, ist jedoch ein zentraler Bestandteil im Prozess. Flüchtigkeitsfehler geben den Eindruck, dass man sich nicht besonders Mühe für die Bewerbung gemacht hat oder sogar Probleme mit der Grammatik hat. Besonders prekär sind Fehler in den Kontaktdaten, denn diese machen nicht nur einen besonders schlechten Eindruck, sondern erschweren die Kontaktaufnahme. Jede Bewerbung sollte deshalb vor dem Absenden mehrmals durchgelesen werden, am besten fragt man noch eine zweite Person.

4. Massloses Übertreiben

Viele Fähigkeiten die man im Lebenslauf angibt, basieren auf Selbsteinschätzung. Dabei ist es wichtig, dass man realitätsnah bleibt und nicht übertreibt. Gibt man etwa an, dass man fliessend Italienisch spricht, obwohl es nur für das Bestellen einer Pizza reicht, ist die Gefahr gross, dass die Lüge beim Bewerbungsgespräch schnell aufliegt. Die Fähigkeiten beschreibt man am besten mit den Begriffen „Grundkenntnisse, gute Kenntnisse oder sehr gute Kenntnisse“, idealerweise verweist man noch auf ein Diplom oder frühere Arbeitserfahrungen.

5. Familienstammbaum

Früher war es noch üblich, dass man im Lebenslauf den Namen und Beruf der Eltern angab, heute wird das in der Regel ausgelassen. Dennoch gibt es Ausnahmen, etwa dann, wenn ein Elternteil in der selben Firma arbeitet oder ein bekannter Experte in dem Themengebiet ist.

Quellen: bildung-news.com, zeit.de

Autor: Mario Egloff

 

Das harte Los der Stellensuchenden – komische Fragen und lustige Situationen

Wer auf Stellensuche ist, hat immer etwas zu erzählen. Zu hauf gibt es frustierende Erlebnisse, verpatze Interviews und auch peinliche Situationen, über die im Nachhinein herzhaft gelacht werden kann.

Wenn gleich mehrere Leute aus einem Freundeskreis auf Jobsuche sind, arten die regelmässigen Treffen schon fast in Amateur-Selbsthilfegruppen aus. Es wird analysiert, wieso welche Frage gestellt wurde und was der Personaler wohl aus der Antwort schliessen wird.

Schwierige Fragen beim Vorstellungsgespräch gibt es unzählige. Die Frage nach dem Grund, wieso ein Gullideckel rund sei, ist dabei schon fast ein Klassiker. Jedoch auch klassischere Fragen, wie Lebensmotto oder welcher Satz unter seinem Mitarbeiter-des-Monats-Fotos stehen würde, lassen die Hirnzellen der Bewerber heiss laufen. Wer lässt sich schon gerne auf eine Aussage reduzieren und vor allem auf welche.

Bei einem Probearbeiten für ein Praktikum musste eine Bewerberin in zwei Zeilen den Geschmack einer Käsespezialität beschreiben. Diese konnte natürlich nicht probiert werden. Während sie diese fast unlösbare Aufgabe zu meistern versuchte, wurde sie alle paar Minuten gefragt, wie es ihr den bei der Firma gefalle und ob sie gerne hier arbeiten möchte.

Es gibt auch Vorstellungsgespräche, die fast schon in psychologische Analysen ausarten. Der Bewerber wird gefühlte tausende Mal gefragt, wie er sich gerade fühlt oder wie er sich in einer bestimmten Situation fühlen würde.

Jedoch manövrieren sich auch Recruiter manchmal in peinliche Situationen. Nach einem sehr kurzen Gespräch von zehn Minuten, war für den Interviewer klar, dass dieser Kandidat für die Stelle in Frage kommt. Er habe schliesslich eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Nur um anschliessend zu erzählen, wie er sich beim Vorgänger total verschätzt hatte und sein erster Eindruck gar nicht zutraf.

Ein Bewerber meldete auf dem Weg zum Interview per Telefon dem Interviewer eine Zugverspätung von 5 Minuten. Nur um dann zu erfahren, dass heute ein eher schlechter Tag für den Termin sei und der Interviewer eigentlich gar keine Zeit habe.

Auch wenn solche Situationen in dem Moment wie eine mittelschwere Katastophe erscheinen, bieten diese doch interessanten Gesprächsstoff und lehrreiche Erfahrungen. Welche unangenehmen Interviewfragen oder lustigen Momente haben Sie bei der Jobsuche erlebt?

Autorin: Nicole Wicki

 

Die Formalitäten eines CV – eine Wissenschaft für sich

„Den Lebenslauf auf englisch übersetzen“ – Dies stand ganz oben auf meiner To-do-Liste, als vor einiger Zeit die Vorbereitungen für mein Auslandstudium in vollem Gange waren. Jegliche Dokumente mussten auf englisch übersetzt werden. Der CV, so meine Vorstellung, ist auf dem neusten Stand und somit nach der Übersetzung innerhalb kürzester Zeit versandbereit. Dass dies nicht ganz so einfach ist, stellte sich nach kurzer Recherche heraus.

Selbst wenn der CV stets up-to-date gehalten wird steht jeder, der sich im Ausland für etwas bewerben will, vor der Herausforderung, den Lebenslauf komplett zu überarbeiten. Dies liegt nicht nur daran, dass der Text in eine andere Sprache übersetzt werden muss. Obwohl der Inhalt an sich gleich bleibt, muss oft viel Zeit investiert werden, um den CV an die Formalitäten des gewünschten Landes anzupassen. Selbst wenn es sich um Kleinigkeiten handelt, diese Formsachen dürfen nicht unterschätzt werden – der erste Eindruck einer Bewerbung muss stimmen. Wenn viele Bewerbungen vorliegen und den Einzelnen nur wenig Zeit zugewendet werden kann, sind Formalitäten umso wichtiger. Wenn eine Bewerbung auf den ersten Blick nicht makellos erscheint, wird sie bereits weggelegt.

CV

Beliebte Ziele für ein Praktikum, Studium, oder eine Arbeitsstelle im Ausland sind England und auch die USA, da deren Landessprache als Weltsprache gilt. Heutzutage ist es im Berufsleben ein riesiger Pluspunkt fliessend englisch zu sprechen, insbesondere bei international tätigen Unternehmen ist dies ein Muss. Es gibt mittlerweile diverse Ratgeber im Internet, welche die Kernpunkte einer erfolgreichen Bewerbung geistreich und anschaulich zu vermitteln. Sowohl die USA als auch England pflegen jedoch eigene Richtlinien beim CV, welche von jenen in der Schweiz unterschiedlich sind.

In den USA gilt es zu beachten:

  • Der Lebenslauf sollte ein bis zwei Seiten lang sein und möglichst präzise.
  • Die chronologische Aufzählung beginnt in der Gegenwart.
  • Persönliche Informationen (z.B. Nationalität, Geburtsdatum, Zivilstand oder Geschlecht) sollen nicht aufgeführt werden. Auch persönliche Interessen zu nennen ist veraltet, diese können höchstens aufgeführt werden, wenn sie speziell relevant sind für die Stelle.
  • Bei der Ausbildung sind nur Berufsbildungs- und Hochschulabschlüsse zu nennen, inklusive erworbenem Titel und Abschlussjahr.
  • Ein Foto sollte keines beigelegt werden, ausser dies wird ausdrücklich verlangt.

Meistens wird also folgendes in den Lebenslauf aufgenommen:

  • Personal details: Name, Adresse, Telefon (internationale Vorwahl nicht vergessen!), E-mail, Geburtsort
  • Practical Experience (Firma, Stellung, Zeitraum)
  • Education
  • Additional Skills
  • Interests (optional)

In Europa sind die Konventionen relativ ähnlich, trotzdem gibt es einige Unterschiede.

In England gilt es zu beachten:

  • Der Lebenslauf beginnt chronologisch in der Gegenwart und bewegt sich in die Vergangenheit.
  • Der Umfang sollte zwei, höchstens drei Seiten betragen und gut gegliedert sein.
  • Bei der Ausbildung wird neben dem Hochschul-/ Berufsbildungsabschluss oft auch die Oberstufe oder das Gymnasium aufgeführt.
  • Es kann ein (professionelles) Passfoto beigelegt werden, persönliche Angaben sind akzeptiert.
  • Der Lebenslauf wird weder datiert noch unterschrieben.

Ähnlich wie in der Schweiz besteht der Lebenslauf grundsätzlich aus folgenden Bestandteilen:

  • Personal details: Name, Adresse, Telefon (internationale Vorwahl nicht vergessen!), E-mail, Geburtsdatum, Geburtsort, Nationalität
  • Education
  • Practical Experience
  • Additional Skills
  • Interests
  • References (optional)

Obwohl es nicht eine einzige, in Stein gemeisselte Form gibt, sollten die Konventionen des jeweiligen Landes respektiert werden. Noch eine Faustregel zum Schluss: Bevor der CV versendet wird sind die Texte immer von mindestens jemandem gegenzulesen, von Vorteil einem Muttersprachler.

Autorin: Nora Schenker

Quellen: uzh.ch, karrierefuehrer.de

Neujahrsvorsatz: Den CV auf den neusten Stand bringen

Der Lebenslauf ist das Kernstück einer jeden Bewerbung und offenbart viel über den Bewerber oder die Bewerberin. Nicht selten findet sich auf der Liste der Neujahrsvorsätze das Ziel endlich den Schritt zu wagen, die momentane Arbeitsstelle zu verlassen und sich um einen neuen, aufregenderen Job zu bemühen. Um die Hemmschwelle und den Aufwand sich spontan auf ein fesselndes Inserat zu bewerben zu senken, ist es wichtig, den Lebenslauf stets auf dem neusten Stand und somit versandbereit zu haben. Besonders wenn man für längere Zeit auf derselben Stelle gearbeitet hat, kann der Lebenslauf mit der Zeit verstaubt sein und ein Update dringend nötig haben.

Drei Tipps für ein CV-Update im neuen Jahr:

1. Kurz und prägnant beeindruckt. Nicht selten fügt man dem Lebenslauf über die Jahre kontinuierlich neue Inhalte zu, anstatt die ganze Datei ganz zu überarbeiten. Den Lebenslauf möglichst kurz zu halten beweist jedoch, dass man den Fokus auf das Wichtige setzen kann. Wenn sich eine grosse Anzahl an Leuten für eine Stelle bewerben kann es von Nachteil sein, einen Lebenslauf zu haben, welcher über zwei Seiten lang ist. In wenigen Worten auf den Punkt zu bringen was man dem Arbeitnehmer zu bieten hat, zeigt gute Kommunikationsfähigkeit. Paragraphe sollten möglichst kurz gehalten und zusammenfassende Passagen weggelassen werden.

2. Den Fokus richtig setzen. Oft enthält ein Lebenslauf Punkte, welche vor zahlreichen Jahren ihren Platz darin gefunden haben. Obwohl es eine Herausforderung sein kann, jene Leistungen zu markieren und die Delete-Taste zu drücken, ist dies durchaus sinnvoll. Das Diplom für den Hotdog-ess-contest mag zwar beeindruckend sein, ist aber für die meisten Arbeitsstellen eher weniger relevant. Für jede Stelle sind zudem jeweils andere Informationen aussagend, was einen massgeschneiderten Lebenslauf sinnvoll macht.

3. Beweise liefern. Um die eigenen Fähigkeiten gut in Szene zu setzen, sollten nicht einfach so viele Leistungen wie möglich innerst kleinstem Raum aufgelistet werden. Viel aussagekräftiger ist es, sich auf die Wichtigsten zu konzentrieren und diese mit Beispielen zu untermauern. Etwa eine Illustration wie diese Fähigkeit in einem Projekt zur Geltung kam, kann vielsagend sein. Nur die wichtigsten Erfolge und diese dafür in mehr Detail zu nennen, beeindruckt in grösserem Masse.

Eine Überarbeitung des Lebenslaufs fürs neue Jahr kann sich also auszahlen, denn auch beim CV gilt die gängige Redewendung: “weniger ist mehr.”

Quellen: theguardian, usnews

Autorin: Nora Schenker

Bewerbung auf ein nicht existierendes Stelleninserat: Spontanbewerbung

“Kein passendes Stelleninserat? Reichen Sie Ihre Spontanbewerbung ein!” Solche und ähnliche Aufforderungen findet man immer mehr auf Firmenwebseiten und bei Personalvermittlern. So eine spontane Bewerbung ist gar nicht so eine schlechte Idee, denn schätzungsweise 15 % und 20 % Prozent aller Stellen werden auf diese Weise vergeben.  Es werden längst nicht immer alle offenen Stellen öffentlich gemacht. Mit einer Initiativbewerbung besteht die Chance einen solchen “versteckten” Job zu ergattern. Die Blindbewerbung, wie sie auch genannt wird, unterscheidet sich jedoch von einer Bewerbung auf ein spezifisches Stelleninserat. 

Wo möchte ich arbeiten?

Da Sie nicht auf ein Jobinserat antworten, welches Ihnen die offene Stelle verrät, sollten Sie sich als erste klar darüber werden, wo und in welcher Position Sie arbeiten möchten. Fragen Sie sich, welche Firma am besten zu Ihren Wünschen passen würde. In welcher Position habe zuletzt gearbeitet? Welche Stelle möchte ich nun? Wo können meine Fähigkeiten und Kompetenzen hervorragend gebraucht werden? Wie viel Verantwortung möchte ich übernehmen? Um eine Spontanbewerbung zu verfassen, brauchen Sie ganz konkrete Vorstellungen und Erwartungen an die Stelle, an das Unternehmen und an sich selbst.

Selbstmarketing zählt doppelt

Selbstmarketing ist bei einer Spontanbewerbung doppelt so wichtig. Denn sie möchten die Personalbeauftragten schliesslich davon überzeugen, dass Sie der Firma Vorteile bringen, obwohl nicht nach Ihnen gesucht wurde.  Dass es nicht einfach ist, sich selbst zu vermarkten, mag den meisten bekannt sein. Deshalb sollten Sie sich dafür genug Zeit nehmen.

Überlegen Sie sich, wo Ihre Stärken liegen und formulieren Sie diese so, dass sie auch wirklich als Stärken erkannt werden. Bekunden Sie Interesse am Unternehmen und dessen Produkte und erklären Sie im Motivationsschreiben, warum Sie für die Firma unverzichtbar sind. Dazu müssen Sie natürlich im Vorfeld einiges über Ihr Wunschunternehmen herausfinden.

Weniger ist mehr

Bei einer Initiativbewerbung empfiehlt es sich nicht die ganzen Unterlagen mitzusenden. Am wichtigsten ist das Motivationsschreiben. Wie schon erwähnt, müssen Sie darin Ihre Stärken verkaufen. Auch der Lebenslauf mit den für das Unternehmen relevanten Details darf nicht fehlen. Ob Sie Zeugnisse und Diplome mitsenden, hängt davon ab, wie massgebend diese für die Stelle sind. In der Regel sollten die Personalchefs bei einer spontanen Bewerbung nicht ein dickes Bündel Papier in den Händen halten müssen.

Wohin sende ich die Bewerbung?

Sie wissen, welche Firma sie anschreiben wollen und haben Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu einer perfekten Selbstvermarktung zusammengefasst? Dann ab auf die Post mit dem Dossier. Aber halt! An wen ist Ihre Bewerbung gerichtet? An eine bestimmte Person? Gut. Dann ab in den Briefkasten. An die sehr geehrten Damen und Herren? Das wird kaum erfolgreich sein. Recherchieren Sie, wer zuständig ist für die Personaleinstellung. Je nach dem können Sie Ihre Bewerbung auch direkt an die Abteilung senden, in der Sie gerne arbeiten möchten. Aber auch hier braucht es eine konkrete Ansprechperson. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Ihr Dossier vergessen geht oder abgelehnt wird.

Dran bleiben

Erhalten Sie nach einem Monat weder positives noch negatives Feedback, rufen Sie beim Unternehmen an und verlangen Sie gleich die adressierte Person. Nachfragen, gar nachhaken, zeigt, dass Ihnen die Bewerbung wirklich wichtig ist. Falls Sie am Telefon eine Absage erhalten, ist dies auch weniger schlimm als bei einer “normalen” Bewerbung. Wahrscheinlich gibt es schlicht keine freie Position. Bitten Sie den Personaler Ihre Bewerbung aufzuheben und Sie zu kontaktieren, falls eine entsprechende Stelle frei wird.

Autorin: Carole Kläy

Was bedeutet Golf und Programmieren im Lebenslauf wirklich?

Auszug aus: Francoise Hauser: “Würden Sie für mich aus dem Fenster springen? Bewerbungswahnsinn für Anfänger und Fortgeschrittene”, Herder Verlag.

Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?

Haben Sie auch hin und wieder das Gefühl, dass die Personalabteilungen und Sie irgendwie nicht dieselbe Sprache sprechen? Dass Sie in Bewerbungsgesprächen aneinander vorbeireden und nicht zueinanderfinden? Ihr Gefühl trügt Sie nicht! Die meisten Personalchefs und Headhunter bedienen sich einer Geheimsprache, die nur wenige beherrschen: Das Bewerbische. Dummerweise verfügt diese Sprache nicht über eigene Vokabeln, die sich ob ihrer fremdartigen Laute verraten könnten. Stattdessen werden hochdeutsche Worte und teils auch fremdsprachige Ausdrücke verwendet, die jedoch eine völlig andere Bedeutung tragen, ein bisschen wie die False Friends in Englischunterricht (dern Klassiker: „When do I become a sausage?“). Im Bewerberischen sind die False Friends vor allem bei den Hobbys anzutreffen, dafür aber massiv mit anderen Bedeutungen belegt!

Das steht im Lebenslauf         Bedeutung auf Klardeutsch Das sagen Sie auf Bewerberisch
Klassische Gitarre Ich spiele gerne Gitarre. Ich bin eigenbrötlerisch, unsozial und zur Teamarbeit völlig ungeeignet. Am besten bin ich als Archivar mit minimalen menschlichen Kontakten einzusetzen.
Programmieren Ich programmiere gern. Ich habe ein Körperpflegeproblem und ernähre mich ausschließlich von Pizza und Hamburgern. Allerdings können Sie sicher sein, dass ich mich nie über die Qualität der Kantine beschweren werde.
Paragliding Ich mag Adrenalin-Sportarten. Ich bin nur für Jobs geeignet, die sich mit zwei Gipsarmen bewältigen lassen und lange Ausfallzeiten vertragen.
Golf Ich spiele gerne Golf. Ich bin ein windiges Arschloch und werde spätestens in zwei Jahren auf Ihrem Posten sitzen.
karitativ im Seniorenheim tätig Ich helfe gerne. Ich bin so langweilig, dass ich ins Altenheim gehen muss, damit mir noch einer zuhört.
aktiv in der kirchlichen Jugendgruppe aktiv in der kirchlichen Jugendgruppe Ich trage gerne selbstgestrickte Pullunder und erledige in Teams ungefragt die gesamte Arbeit allein.
Fußball spielen Ich spiele gerne Fußball. Ich mag kernige Jungssachen und Männergespräche.
Lesen Ich lese gerne. Ich bin soooooo langweilig, dass ich kein Hobby habe. Natürlich lese ich nicht mal – oder zählen auch die Arztromane? –, aber irgendwas muss man ja angeben
Sprachen Ich lerne gerne Fremdsprachen. Weil ich keine der erlernten Sprachen so richtig kann, beschäftige ich mich noch immer damit.
Gaming Ich mag Computerspiele. Mit anderen Menschen … weiß nicht … da hab ich es nicht so … Morgens bin ich oft müde, weil ich nachts noch so lange spielen muss, bis ich nicht nur den goldenen Helm, sondern auch die goldenen Reifen bei Mario Cart erreicht habe
Schützenverein Ich schieße und saufe gerne im Kollektiv. Ich habe Zugang zu Waffen und kann sie auch noch bedienen. Auch unter Alkoholeinfluss. Wollen Sie mir wirklich blöd kommen? Na?
Lean Management Ich bin ein Schleimscheißer. Ich kann noch besser Bewerbisch als Sie. Ätsch!
Gitarre in einer Rockband Ich bin cool. Ich komme Montag früh noch bekifft vom Wochenende ins Büro und habe eine ungesunde Tendenz zu Whiskey und wilden Partys
Malen Ich male gerne. Ich kann nicht gut mit anderen kommunizieren und sitze am liebsten alleine an meiner Staffelei.
Engagement in einer Partei Ich bin gerne wichtig. Ich habe immer recht und bin nie festzunageln. Dafür drehe ich Ihnen das Wort im Mund herum.
Engagement in einer Umweltorganisation Ich engagiere mich für die Umwelt. Ich werde alle im Büro mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz nerven, so lange, bis unser Papier recycelt wird, der Kaffee aus biologischem Anbau stammt und alle endlich über Nacht ihre PCs ausschalten. Spätestens nach drei Wochen habe ich die perfekte Mülltrennung im Büro eingeführt.

Die Autorin:
Françoise Hauser, geb. 1967, schreibt als freie Journalistin seit vielen Jahren regelmäßig für diverse Magazine und Zeitungen wie Welt, Rheinpfalz, in Asien, Asia Bridge, Touristik Aktuell, Diners Club, zum anderen ist sie als Buchautorin tätig. Neben dem regionalen Asien-Schwerpunkt hat sie sich auch auf berufliche Themen spezialisiert.