Digitalisierung erfordert Umdenken – Die Schweizerische Post setzt ihren Umbau im Schalterbereich fort

Die Schweizerische Post schliesst bis zu 600 weitere Filialen. Rund 1200 Mitarbeitende könnten von einer Umstrukturierung betroffen sein. Doch die Post nimmt ihre Sozialverantwortung wahr und sucht für alle Mitarbeitenden eine passende Lösung, damit es zu keinen Entlassungen kommt.

Abbau traditioneller Poststellen wird durch Postagentur aufgefangen

Von den heute noch bestehenden traditionellen 1400 Poststellen sollen bis im Jahr 2020 voraussichtlich noch 800 bis 900 bestehen bleiben. Der Abbau der Postschalter soll wie bis anhin mit sogenannten Agenturen – einer Filiale mit Partnern – aufgefangen werden. Die Postagentur in Kombination mit Partnergeschäften hat sich als praktische Zugangsmöglichkeit etabliert, unter anderem aufgrund der viel längeren Öffnungszeiten. So können lokale Strukturen erhalten und gestärkt werden. Kaufmännische Berufe sind bei der Post also weiterhin gefragt, jedoch sollten Arbeitnehmende offen sein für Weiterbildungsmassnahmen.

Trend zur Digitalisierung

Ein Grund für das Umdenken liegt im Trend zur Digitalisierung. Denn die Umsätze der Postschalter sind stark zurückgegangen und es besteht die Annahme, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird. Auch ist es dem Unternehmen wichtig, alternative Lösungen zur Verfügung zu stellen und keine ersatzlosen Schliessungen vorzunehmen. Sogar ein Ausbau ist laut Medienmitteilung geplant. Insgesamt will das Unternehmen die Zahl der Zugangsmöglichkeiten von 3700 auf 4000 erhöhen. Das heisst zahlreiche Arbeitsbereiche wie beispielsweise die Logistik werden auch zukünftig hoch besetzt sein.

Die Bevölkerung wird einbezogen

Gewerkschaften kritisieren den Entscheid und sagen, dass bereits heute rund 800’000 Menschen keinen Zugang zu einer Poststelle haben, welche innerhalb einer zumutbaren Frist erreichbar sei. Gemäss der Post-Mitteilung sollen hierfür wichtige Neuerungen eingeführt werden, wie die Diskussion der Netzentwicklung mit den Kantonen, die Schaffung regionaler Kriterien oder der Dialog mit der Bevölkerung in den Gemeinden. So können beispielsweise für die Talschaft Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden oder erhalten bleiben, für die es in der bisherigen Planung keine Möglichkeiten gegeben hatte.

Autorin: Sarah Bizzarri

Quellen: www.tagesanzeiger.ch, www.aargauerzeitung.ch

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