Der Arbeitsvertrag – 12 Punkte, die in Ihrem Arbeitsvertrag nicht fehlen sollten!

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Der Arbeitsvertrag bindet Arbeitnehmende und Arbeitgeber aneinander und beinhaltet die Rechte und Pflichten beider Parteien. Zusammengefasst hält er fest, dass der oder die Arbeitnehmende die Pflicht hat, die erwartete Arbeit abzuliefern und der Arbeitgeber, ihn oder sie dafür zu entschädigen. Tatsächlich sind jedoch weitaus mehr Dinge darin geregelt. Dieser Beitrag gibt einen Überblick darüber, welche Inhalte in einem Arbeitsvertrag nicht fehlen dürfen und geht kurz auf wichtige arbeitsrechtliche Fragen ein.

Unterschreiben

Ein Arbeitsvertrag kann unbefristet auf unbestimmte Zeit oder befristet mit einem festen Beginn und Endzeitpunkt abgeschlossen werden. Laut Art. 320 OR muss der Arbeitsvertrag in der Schweiz keine besondere Form aufweisen. Das heisst, er kann auf beliebige Art und Weise schriftlich oder sogar nur mündlich vereinbart worden sein. Aus Gründen der Beweisführung ist jedoch unbedingt ein schriftlicher Vertrag zu empfehlen. Bei der Unterzeichnung eines neuen Arbeitsvertrags sollten Sie darauf achten, dass folgende Punkte eindeutig im Vertrag geregelt sind:

  1. Vertragsparteien: Namen und Adressen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in
  2. Umschreibung von Funktion und Tätigkeit sowie allenfalls anderen zumutbaren Arbeiten (wie beispielsweise Ämtli)
  3. Vertragsbeginn (bei befristeten Verträgen zusätzlich das Vertragsende)
  4. Beginn und Dauer der Probezeit
  5. Arbeitsort(e), allenfalls Möglichkeit zu mobilem Arbeiten und Homeoffice
  6. Lohn / Vergütung inklusive Spesen, 13. Monatslohn und Bonus
  7. Direkter Vorgesetzter / direkte Vorgesetzte
  8. Arbeitszeit, allenfalls Gleitzeitreglement und Pausen, wöchentliche Arbeitszeit
  9. Arbeitspensum
  10. Versicherungen: Sozialbeiträge AHV, IV, Pensionskassenreglement und Krankentaggeldversicherung
  11. Regeln zur Nebenbeschäftigung, allenfalls Bewilligungspflicht
  12. Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Kündigungsfristen

Was nicht explizit im Vertrag geregelt ist, wird in der Regel durch das Gesetz oder, je nach Branche, durch einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bestimmt. So schützt das Gesetz auch mündlich beschlossene Vereinbarungen: Der oder die Arbeitnehmende kann sich auch in diesem Fall auf die Schutzvorschriften des Arbeitsrechts berufen. Im Obligationenrecht sind die meisten Fragen geregelt, wobei die Regelungen grundsätzlich Minimalvorschriften darstellen, welche durch den Arbeitgeber nicht zu Ungunsten der arbeitnehmenden Person abgeändert werden dürfen. So kann zum Beispiel ein Arbeitgeber das Arbeitspensum nicht einfach reduzieren, auch wenn nur ein mündlicher Arbeitsvertrag vorliegt. Dazu müsste er das Arbeitsverhältnis kündigen und nach Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Stelle mit tieferem Pensum anbieten. Die Kündigungsfrist wird in diesem Fall ebenfalls vom Arbeitsrecht geregelt und hängt von der Anstellungsdauer ab.

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