Land der KMUs – Teil 1: Die Schweiz und die KMUs

Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Weshalb sind diese Unternehmen so wichtig für uns? Dies erfahren Sie hier – in einer dreiteiligen Serie. Dieser erste Teil behandelt interessante Facts & Figures der Schweizer KMUs.

Grafik: x28 AG

Vorab die Frage: Was macht ein KMU denn nun aus? Die Definition erfolgt meist über die Anzahl Beschäftigte. Ein Kleinunternehmen hat bis zu 49, ein Mittelunternehmen bis zu 249, während ein Grossunternehmen 250 und mehr Beschäftigte zählt. Ein KMU zählt demnach 1 bis 249 Beschäftigte. Die Schweiz lebt von KMUs, denn 99.7% aller Unternehmen in der Schweiz gehören dieser Kategorie an. In absoluten Zahlen sind dies ca. 576‘800 Unternehmen. Den grössten Anteil der KMUs machen dabei die Mikrounternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten aus. Die KMUs beschäftigen zwei Drittel aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Schweiz. Nur schon anhand dieser Zahlen lässt sich die Wichtigkeit der KMUs unschwer erkennen.

Doch es gibt noch weitere Gründe, weshalb die KMUs essentiell für die Schweizer Wirtschaft sind. So bilden sie beispielsweise den Grossteil der Lernenden aus und tragen somit zur Sicherstellung der Zukunft der Schweizer Wirtschaft bei. KMUs sind ausserdem lokal verankert und dadurch eng mit der Gesellschaft verbunden. KMU-Vertreter sind folglich oft in den umliegenden Gemeinden bekannt, was Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Unternehmens fördert – beides wichtige Faktoren für das Funktionieren der Wirtschaft. Weiter haben KMUs eine stabilisierende Auswirkung auf die Wirtschaft, da sie weniger auf Konjunkturschwankungen reagieren als grössere Betriebe. Dies erfolgt aus ihrer höheren Marktflexibilität und geringeren Organisations- und Koordinationskosten im Gegensatz zu Grossunternehmen.

Die Gesamtzahl der KMUs hat sich in den Jahren 2011 bis 2016 nur marginal verändert. Es ist eine geringe Zunahme der Mikrounternehmen auf Kosten der Kleinunternehmen zu verzeichnen. Diese relative Stabilität zeigt die Beständigkeit der KMUs. Im internationalen Vergleich entspricht der KMU-Anteil der Schweiz etwa dem der umliegenden Länder. Unterschiede gibt es jedoch bei der Verteilung der Beschäftigten. Anteilmässig beschäftigen beispielsweise KMUs in Griechenland, Italien und Spanien deutlich mehr und Grossbritannien, Deutschland und Frankreich weniger Personen als in der Schweiz.

KMUs können in verschiedenen Rechtsformen existieren, wie zum Beispiel als GmbH. Da die Mikrounternehmen mit 89.7% den grössten Teil der KMUs ausmachen, ist es nicht überraschend, dass die Einzelfirma die dominante Rechtsform darstellt. Bei grösseren Unternehmen sind die GmbH und die AG beliebt.

Hat Ihnen Teil 1 gefallen? Hier geht’s zu Teil 2 und Teil 3!

Quellen: BFS 2017; Fueglistaller, Fust & Brunner: Schweizer KMU. 2017.

2 Antworten zu «Land der KMUs – Teil 1: Die Schweiz und die KMUs»

  1. […] wie sich die KMUs in den verschiedenen Branchen, Sektoren und Kantonen verhalten. Da sie, wie in Teil 1 schon erwähnt,  99.7% aller Unternehmen in der Schweiz ausmachen, ist Wirtschaftspolitik folglich […]