Die neueste Ausgabe des Schweizer Jobradars ist da! Die x28 AG erfasst mit ihren spezialisierten Webcrawlern sämtliche Stellenanzeigen direkt auf den Websites von Schweizer Arbeitgebern und Personaldienstleistern und wertet diese aus. Die daraus resultierenden Arbeitsmarktdaten geben einen aktuellen Einblick in den Schweizer Stellenmarkt: In welchen Kantonen werden besonders viele Stellen ausgeschrieben? Welche Branchen suchen aktuell verstärkt Mitarbeitende? Und wo zeigen sich Veränderungen gegenüber dem vergangenen Quartal?
Der Schweizer Stellenmarkt in Zahlen
Das Stellenangebot liegt leicht unter dem Niveau des 2. Quartals, in dem rund 245’600 Stellenanzeigen gezählt wurden. Das entspricht einem Rückgang von knapp 2%. Der Schweizer Stellenmarkt hat sich damit insgesamt etwas abgekühlt, weist aber weiterhin eine hohe Zahl ausgeschriebener Stellen auf.
Von den Stellenanzeigen im 3. Quartal richteten sich 12’078 an Führungskräfte. Das entspricht rund 5% aller Ausschreibungen. Im 2. Quartal waren es noch 12’418 Führungspositionen. Damit ist die Zahl innerhalb eines Quartals um 340 Inserate respektive knapp 3% zurückgegangen.
Ein interessantes Bild ergibt sich aus der Herkunft der Stellenanzeigen: 131’136 Inserate beziehungsweise 54% wurden direkt von Unternehmen ausgeschrieben. Im 2. Quartal waren es noch 128’420. Die Zahl der direkten Arbeitgeberinserate ist trotz des insgesamt rückläufigen Stellenmarkts um 2’716 Stellenanzeigen beziehungsweise rund 2% gestiegen.
Bei den Personaldienstleistern zeigt sich die entgegengesetzte Entwicklung. Im 3. Quartal wurden 109’896 Stellenanzeigen respektive 46% über Personaldienstleister ausgeschrieben. Im 2. Quartal waren es noch 117’159. Das entspricht einem Rückgang von circa 6%.
Damit wird deutlich: Der leichte Rückgang des gesamten Stellenangebots ist vor allem auf weniger Ausschreibungen von Personaldienstleistern zurückzuführen. Direkt bei den Unternehmen wurden im 3. Quartal hingegen mehr Stellen ausgeschrieben als noch im Vorquartal. Für Stellensuchende lohnt es sich deshalb weiterhin, beide Wege im Blick zu behalten – insbesondere die Karriereseiten der Unternehmen können aktuell zusätzliche Chancen bieten.
Top-Kantone: Hier gibt es aktuell die meisten Jobs
Im 3. Quartal 2026 wurden erneut besonders viele Stellenanzeigen in den grossen Schweizer Wirtschaftskantonen gezählt.
An der Spitze liegen:
- Zürich mit 50’211 Stellenanzeigen
- Bern mit 29’338 Stellenanzeigen
- Aargau mit 21’848 Stellenanzeigen
Zürich bleibt damit mit deutlichem Abstand der Kanton mit den meisten ausgeschriebenen Stellen. Gegenüber dem 2. Quartal, als 50’188 Stellenanzeigen erfasst wurden, blieb die Zahl praktisch unverändert. Auch Bern zeigt sich stabil und liegt leicht über dem Wert des Vorquartals.
Im Aargau zeigt sich hingegen ein Rückgang. Im 2. Quartal wurden dort noch 22’842 Stellenanzeigen gezählt, damit sind es knapp 1000 weniger als im 3. Quartal.
Ebenfalls hohe Werte verzeichnen St. Gallen mit 17’280, Luzern mit 16’621 und Thurgau mit 9’356 Stellenanzeigen. Während St. Gallen gegenüber dem Vorquartal nahezu stabil bleibt, fällt der Rückgang in Luzern etwas deutlicher aus. Im 2. Quartal waren dort noch 18’305 Stellenanzeigen erfasst worden.
Weitere Kantone mit einer hohen Anzahl ausgeschriebener Stellen sind Waadt mit 9’226, Solothurn mit 8’460, Basel-Landschaft mit 7’770, Graubünden mit 7’549 und Basel-Stadt mit 6’828 Stellenanzeigen.
In kleineren Kantonen fällt die absolute Zahl der Stellenanzeigen naturgemäss tiefer aus. So wurden beispielsweise in Jura 1’108, in Appenzell Innerrhoden 1’168, in Uri 1’713 und in Glarus 1’826 Stellenanzeigen erfasst.
Die Zahlen zeigen: Die grössten Stellenmärkte finden sich weiterhin in den bevölkerungs- und wirtschaftsstarken Kantonen. Gleichzeitig lohnt sich auch der Blick auf kleinere Regionen, insbesondere wenn Stellensuchende bei ihrem Arbeitsort flexibel sind.
Top-Branchen: Wo im 3. Quartal 2026 besonders viele Stellen ausgeschrieben wurden
Auch im Branchenvergleich gibt es im 3. Quartal einige Veränderungen. Die folgenden Branchen verzeichnen besonders viele Stellenanzeigen und prägen damit den Schweizer Stellenmarkt:
1. Gesundheitswesen: 16’865 Stellenanzeigen
Das Gesundheitswesen steht weiterhin an erster Stelle. Gegenüber dem 2. Quartal hat die Zahl der ausgeschriebenen Stellen sogar deutlich zugenommen: Damals wurden 16’026 Inserate gezählt.
Damit bestätigt sich die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheitsbereich. Für Fachkräfte und Personen, die einen Einstieg oder Quereinstieg in diese Branche in Betracht ziehen, bleibt das Stellenangebot entsprechend breit.
2. Baugewerbe: 12’241 Stellenanzeigen
Auch das Baugewerbe gehört weiterhin zu den Branchen mit den meisten ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz. Im Vergleich zum 2. Quartal ist die Zahl allerdings etwas zurückgegangen. Damals wurden noch 12’852 Stellenanzeigen erfasst.
Trotz des Rückgangs bleibt das Baugewerbe damit einer der grössten Stellenmärkte der Schweiz.
3. Detailhandel: 10’872 Stellenanzeigen
Besonders auffällig ist die Entwicklung im Detailhandel. Im 2. Quartal wurden noch 9’378 Stellenanzeigen gezählt. Im 3. Quartal sind es bereits 10’872.
Damit verzeichnet der Detailhandel unter den drei grössten Branchen einen deutlichen Anstieg und festigt seine Position unter den Bereichen mit besonders vielen ausgeschriebenen Stellen.
4. Gastronomie und Hotellerie: 9’234 Stellenanzeigen
Auch Gastronomie und Hotellerie bleiben stark vertreten. Gegenüber den 8’457 Stellenanzeigen des 2. Quartals ist die Zahl der Ausschreibungen gestiegen.
Damit zeigt sich auch in dieser Branche im 3. Quartal eine erhöhte Nachfrage nach Mitarbeitenden.
5. Architektur und Planung: 5’921 Stellenanzeigen
Architektur und Planung erreichen im 3. Quartal 5’921 Stellenanzeigen. Bereits im vergangenen Quartal gehörte die Branche mit 5’749 Ausschreibungen zu den stärkeren Bereichen des Schweizer Stellenmarkts.
Der erneute leichte Anstieg zeigt, dass auch in diesem Berufsfeld weiterhin zahlreiche Stellen ausgeschrieben werden.
6. Weitere starke Branchen
Dahinter folgt die Informatik mit 5’703 Stellenanzeigen. Auch Elektro- und Medizinaltechnik, Optik mit über 12’000, Bildung mit 3’744, Grosshandel mit 3’571 und Finanzdienstleistungen mit 3’127 Stellenanzeigen weisen eine relevante Zahl offener Positionen auf.
Die Entwicklung zeigt, wie unterschiedlich sich einzelne Branchen innerhalb eines Quartals bewegen können. Während beispielsweise das Gesundheitswesen, der Detailhandel sowie Gastronomie und Hotellerie gegenüber dem 2. Quartal zulegen, verzeichnet das Baugewerbe einen Rückgang.
Für Stellensuchende kann es deshalb sinnvoll sein, bei der Jobsuche nicht ausschliesslich nach einem bestimmten Jobtitel zu suchen. Wer die eigenen Kompetenzen auch auf verwandte Tätigkeiten und Branchen überträgt, kann zusätzliche berufliche Möglichkeiten entdecken.
Wenn du die Entwicklungen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt laufend mitverfolgen möchtest, findest du weitere Informationen in der aktuellen Ausgabe des x28 Jobradars.
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