Archiv für die Kategorie „Bewerbung“

Bewerbungsvideos – Schädlich oder nützlich?

Donnerstag, 2. Februar 2012

„Barney Stinson is awesome!“ – Trotz künstlerischer Freiheit scheint ein solcher Satz in einem Bewerbungsvideo eher ein Beispiel an übertriebener Selbstverherrlichung zu sein. Oder doch nicht?

Mit VHS, dem Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem für Videorekorder, wurden in den 80er Jahren Bewerbungsvideos erstmals ein Thema. Ein Bewerbungsvideo ist heute ein meist online publiziertes Video über den Bewerber, als Begleitmedium zu den üblichen Bewerbungsunterlagen. Oft schaut der Bewerber direkt in die Kamera und erzählt über seine Stärken, Fähigkeiten und Qualifikationen.

Doch wie sieht es mit den Folgen und dem tatsächlichen Nutzen solcher Bewerbungsvideos aus? Die Folgen könnten je nach Art des Videos unterschiedlicher nicht sein. Bei ungünstiger Darstellung seiner Selbst kann man blitzschnell zur Lachnummer von YouTube werden. Mit einem guten Bewerbungsvideo kann man seine Anstellungschancen gegenüber Mitbewerbern jedoch erhöhen. Dem ist aber beizufügen, dass Bewerbungsvideos bei unterschiedlichen Firmen oder Jobs unterschiedlich aufgefasst werden bzw. passend oder unpassend sind.

Für ein gelungenes Bewerbungsvideo sind einige wichtige Tipps zu beachten:

  • Das Video sollte nicht länger als 3 Minuten lang sein
  • Business-Bekleidung wie beim Vorstellungsgespräch
  • Sicheres und freundliches Auftreten
  • Direkt in die Kamera schauen
  • Keine störende Geräusche oder Hintergründe
  • Vorher üben -> keine Versprecher
  • Möglicher Aufbau:
    • Einleitung: Eigenen Namen nennen
    • Hauptteil: Fähigkeiten und Qualifikationen bezogen auf die gewünschte Stelle und Bezug auf zukünftige Pläne und Ziele
    • Schlussteil: Dankeschön an den Zuschauer
  • Kreativität und Humor sind ein Plus, wenn stilvoll eingesetzt

Ob man sich nun selbst verherrlicht oder nicht – das A und O eines gelungenen Bewerbungsvideos ist Professionalität kombiniert mit Kreativität.

Beispiel gelungenes Bewerbungsvideo

Beispiel ungünstiges Kandidaturvideo

Autorin: Sina Sommerhalder

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Stellenanzeigen richtig lesen

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Stellenanzeigen zu analysieren ist gar nicht so schwierig – wenn man weiss, wie es geht! Was sagt der Anzeigentext über das Unternehmen, die Aufgabe und vor allem über das Anforderungsprofil aus? Worauf kommt es eigentlich an? Wer diese Fragen falsch beantwortet, kann sich auch nicht „richtig“ bewerben… Checklisten und mehr gibt es hier.

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Erstaunliches aus der Branche

Freitag, 9. Dezember 2011

Mehr als 50% der Unternehmen geben an, dass mindestens die Hälfte der Bewerbungen direkt aussortiert wird, da sie nicht den Anforderungen entsprechen. 25% davon lehnten in den vergangenen Monaten sogar über 75% der Bewerber bereits in dieser frühen Phase des Bewerbungsprozesses ab.

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Referat “CV – Do’s and Don’ts” an der Uni Zürich

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Im Rahmen der “Karriere über Mittag”-Veranstaltungen des Career Services der Universität Zürich gab es erneut viele Studierende, die sich für das Thema interessierten und interessante Fragen gestellt haben. Gerne stelle ich den präsentierten Foliensatz zur Verfügung: CV_DoesandDonts_Folien_20111011

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Abkürzungen (in Stellenanzeigen) und ihre Tücken

Montag, 10. Oktober 2011

Nicht nur Zeit, sondern auch Platz ist Geld. Nicht überraschend also, dass in Stelleninseraten fast genauso viele Abkürzungen gebraucht werden wie in den einschlägigen Partnersuch-Seiten. Nur werden dort NT, BmB., BBB etc. gesucht, während Personalverantwortliche nach Arbeitnehmern mit Erfahrungen in AV-Medien und CAD, mit einem BA oder MA suchen und die Stelle eines CRA oder eines CHRO besetzen möchten.

Für den etwaigen Bewerber – wiewohl auch für liebeshungrige Singles – ist es jedoch höchst frustrierend, wenn man zuerst all die Abkürzungen googeln muss, um zu wissen, worauf man sich hier denn schon wieder einlassen will.

Nachfolgend eine Checkliste mit den gängigsten Abkürzungen, wie sie in Stelleninseraten verwendet werden. Wo nötig auch mit Übersetzung und Erklärung.

  • ABAP – Advanced Business Application Programming. Dabei handelt es sich um eine Programmiersprache für kommerzielle Anwendungen.
  • AV-Medien – Audiovisuelle Medien
  • AVOR – Arbeitsvorbereitung. Ein Begriff aus der Produktionswirtschaft.
  • B2B – Business to Business. Meint die Beziehung eines Unternehmens zu anderen Unternehmen, im Gegensatz zum Endkonsumenten.
  • BA – Bachelor of Arts. Erster akademischer Grad eines Hochschulstudiums. Auch gebräuchlich ist B.A. oder Bachelor in…
  • CAD – Computer Aided Design. Rechnergestützter Entwurf oder rechnerunterstützte Konstruktion. Wird für technische 2D-Zeichnungen oder 3D-Modelle gebraucht.
  • CHRO – Chief Human Resources Officer. Extravagantes Synonym für Personalleiter.
  • CMS – Content-Managment System. Inhaltsverwaltungssystem. Dient meistens zur Erstellung und Bearbeitung der Inhalte auf Webseiten.
  • CRM – Customer-Relationship-Management. Steht (neudeutsch) für Kundenpflege.
  • CV – Curriculum Vitae. Latein für Lebenslauf.
  • DBA – Datenbankadministrator
  • ECM – Enterprise Content Management. Dient der Organisation von Inhalten und Dokumenten innerhalb eines Unternehmens
  • Eidg. Dipl. – Eidgenössisches Diplom. Auch eidg. dipl., steht für eidgenössische(r) diplomierte(r). Erhält man vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie für verschiedene Berufe nach bestandener höherer Fachprüfung.
  • F&B – Food and Beverage. Heisst auf Deutsch Speisen und Getränke. Wird in Inseraten verwendet, wenn z.B. ein Hotelmitarbeiter gesucht wird, der für die Speisen und Getränke verantwortlich ist.
  • GAAP – Generally Accepted Accounting Principles. Allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze. Die Regeln sind wichtig für Finanzwirtschaftler, die in den USA tätig sein wollen, da sie für jenes Land gültig sind.
  • GMP – Good Manufacturing Practice. Gute Herstellungspraxis. Richtlinien, die in der Pharma- und Lebensmittelbranche zur Anwendung kommen.
  • HLK – Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
  • HR –Human Resources. I.d.R. ist hiermit die Personalabteilung gemeint.
  • ICT – Information and communication technology. Steht für Informations- und Kommunikationstechnologie.
  • IFRS – International Financing Reporting Standards. Bei den IFRS handelt es sich um internationale Rechnungslegungsvorschriften für Unternehmen.
  • KMU – Klein- und mittlere Unternehmung
  • KPI – Key Performance Indicators. Leistungskennzahl. Die Leistungskennzahl ist ein Hilfsmittel zur Messung und Ermittlung verschiedener betriebswirtschaftlicher Faktoren.
  • MA – Master of Arts. Zweiter akademischer Grad eines Hochschulstudiums. Auch gebräuchlich ist M.A. oder Master in…
  • PM – Mehrdeutig. Eine Abkürzung die mehrere Bedeutungen haben kann, unter anderem wird sie für Produktmanagement, Produktmanager, Projektmanagement, Partnermanagement, etc. verwendet.
  • SEM – Search Engine Marketing. Suchmaschinenmarketing. Mittels verschiedener Massnahmen wird versucht, die Besuche auf der eigenen Website zu erhöhen.
  • SEO – Search Engine Optimization. Suchmaschinenoptimierung. Das Ziel der SEO ist es, dass die eigene Website bei Suchmaschinen möglichst weit vorne angezeigt wird.
  • SOP – Standart Operating Procedure. Standardarbeitanweisung. Begriff aus der Pharmabranche.
  • SPS – Speicherprogrammierbare Steuerung. Wird in einem Inserat verlangt, dass man mit einem SPS umgehen kann, ist damit gemeint, dass man ein Gerät bedienen kann, dass auf digitaler Basis andere Maschinen und Geräte steuert.
  • TOA – Technischer Operationsfachmann, technische Operationsfachfrau. TOA’s arbeiten im Operationsbereich eines Spitals.

Und übrigens: NT steht für Nicht-Trinker, BmB für Bitte mit Bild und BBB für Brille, Bauch, Bart.

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Skills und Hobbies, die Sie besser im CV NICHT erwähnen

Freitag, 12. August 2011
  • Schlafen resp. gerne lang ausschlafen
  • Party machen
  • Teilnahme an Saufgelagen
  • Fernsehen
  • Games
  • Computer hacken
  • Krawallieren
  • Hooligans
  • One Night Stands

Folgende Beispiele von Skills sind zwar etwas “langweiliger”, kommen aber definitiv besser an >>>

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…dann sind die meisten Bewerbungsbriefe nur trostlose Plattenbauten.

Sonntag, 17. Juli 2011

Im ZEIT ONLINE-Beitrag bringt’s der Autor auf den Punkt! Nämlich das, was man meint bei einem Bewerbungsbrief unbedingt schreiben zu müssen, aber die Personaler wirklich nicht lesen wollen:

  1. Bürokratische Floskeln
  2. Aufzählung dessen, was eh im CV steht
  3. Keine Be-Werbung in eigener Sache

Wie sich ein gelungenes Anschreiben liest, entnehmen Sie einem anderen ZEIT ONLINE-Artikel oder diesem PDF “Begleitbrief richtig schreiben”

 

 

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LinkedIn will Bewerbungs-Button lancieren

Donnerstag, 2. Juni 2011

Stellen Sie sich vor, dass Sie bei einer Bewerbung auf eine offene Stelle statt diese umfangreichen und mühsamen Bewerbungsformulare einfach auf einen Button namens “Mit LinkedIn-Profil bewerben” klicken. Das wäre sogar noch bequemer als lediglich den CV hochzuladen. Denn bei Letzterem müsste man noch den CV auf dem eigenen PC suchen, während bei “Apply With LinkedIn” ein Klick sowie vermutlich noch ein Bestätigungs-Klick das ganze Bewerbungsprozedere erledigt wäre. Es gibt einige Gründe – zumindest für die Stellensuchenden -, weshalb eine solche Funktionalität auf Zuspruch stossen wird:

  • Sicherheit, dass die Bewerbungsunterlagen auch tatsächlich beim potentiellen Arbeitgeber”angekommen” sind
  • Datensicherheit und -schutz
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Kontrolle darüber, welchem Unternehmen ich welche Informationen zugestellt habe
  • Aktualisierung der Bewerbungsunterlagen”an einem einzigen Ort”

Wie werden die Recruiterauf eine solche Lösung reagieren? Grundsätzlich sollten sie aus Personalmarketingsicht die Bewerbungshürden so tief wie möglich halten. Andererseits werden sie monieren, dass damit das für sie so wichtige Beurteilungsinstrument CVverloren geht. Sie werden überdies ihre Prozesse anpassen müssen, was v.a. bei grösseren Unternehmen zu einem Entscheidungshemmnis werden kann. Das hauptsächliche Gegenargument zum heutigen Zeitpunkt wird sein, dass viele Schweizerinnen und Schweizer kein LinkedIn-Profil haben. In der Deutschschweiz ist Xing wesentlich stärker vertreten als LinkedIn. In der Romandie ist es genau umgekehrt, da könnte sich eine solche Lösung früher durchsetzen.

Wir sind der Meinung, dass sich eine “One Click”- oder nennen wir es “Drag&Drop”-Bewerbung durchsetzen wird. Einfach CV mit der Maus anklicken und in das Feld “CV ablegen” ziehen. Das Feld ist klar einer Stellenanzeige zugeordnet, so dass das Unternehmen alles weiss, was notwendig ist: Name, Email, Lebenslauf usw.

Auf Unternehmensseite sind die Technologien heute so weit, dass die CV-Daten direkt sog. extrahiert werden und mit der offenen Stelle gematcht wird… So einfach muss es sein – für beide Parteien!

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Spontanbewerbung

Montag, 20. Dezember 2010

Experten schätzen, dass etwa 15 bis 20 Prozent aller Arbeitsplätze über eine Spontanbewerbung (auch Blind-, Direkt-, Initiativ-, kalte, aktive oder unaufgeforderte Bewerbung ) gefunden werden. Gut formuliert und ansprechend präsentiert haben Sie damit Chancen, weil Personalverantwortliche diese Art der Bewerbung als Hinweis auf eine starke Motivation der Bewerber interpretieren.

Eine erfolgreiche Spontanbewerbung will geplant und entsprechend konsequent und professionell durchgeführt werden:

  • Analyse: Erstellen Sie eine fundierte Analyse Ihrer Stärken und Schwächen sowie der Unternehmung.
  • Ziel: Formulieren Sie klare Ziele und damit auch Zielgruppen bzw. für Sie in Frage kommende Arbeitgeber.
  • Adressat: Überlegen Sie sich, ob Sie Ihre (Kurz-)Bewerbung nicht direkt der linienverantwortlichen Person anstelle der Personalabteilung mailen/schicken wollen.
  • Marketing: Marketing in eigener Sache ist bei einer unaufgeforderten Bewerbung doppelt wichtig. Ihnen muss es auf Anhieb gelingen, Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken (siehe AIDA).
  • Unterlagen: Mailen/Schicken Sie zunächst eine Kurzfassung Ihrer Bewerbungsunterlagen – auf jeden Fall aber ohne Zeugnisse.
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Online-Bewerbungen: Benutzerunfreundlich und zeitaufwändig

Freitag, 2. Juli 2010

Was für Unternehmen eine erhebliche Effizienzsteigerung bedeutet, heisst für die – doch so stark umworbenen – Bewerbenden mehr und v.a. aus ihrer Sicht unnötige Arbeit! Dieser Blog-Beitrag von Prof. Armin Trost bringt es auf den Punkt.

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