Der Marshmallow Test – Erfolg bereits im Kindesalter vorhersagen

Das Marshmallow Experiment ist ein berühmter Test, der den akademischen Erfolg einer Person bereits im Kindesalter vorhersagen kann. Das Konzept des Tests stammt von Walter Mischel, welcher diesen erstmals in den 1960er Jahren an der Stanford Universität durchgeführt hat. Bis heute wurde der Test duzende Male repliziert und erfreut sich hoher Popularität.

Ablauf des Experimentes:

Beim Marshmallow-Test werden vier Jahre alte Kinder an einen Tisch gesetzt, mit einem Teller vor sich, auf welchem sich ein Marshmallow befindet. Die Kinder werden dann darüber informiert, dass sie das Marshmallow entweder sofort essen können, oder dann einige Minuten warten können. Wenn sie einige Minuten warten und das Marshmallow danach noch nicht gegessen haben, bekommen sie ein Zweites.

Hintergrund des Experimentes:

Die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub ist ein zentraler Prädiktor für den beruflichen Erfolg. Dabei geht es darum, auf eine unmittelbare Belohnung verzichten zu können, um in der Zukunft eine noch viel grössere Belohnung zu erhalten. Die grössere Belohnung kann allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt genossen werden. Um die Gratifikation aufzuschieben, braucht es Impulskontrolle.

Diese Fähigkeit ist im Leben wichtig, insbesondere um Karriere zu machen. Kaum jemand wird von heute auf morgen CEO, dafür muss zuerst fleissig gearbeitet werden. Also muss eine Person zuerst über eine Zeitspanne hinweg hart arbeiten, um zu einem späteren Zeitpunkt die Belohnung (bzw. die Beförderung) erfahren zu können.

Resultate:

Mischel fand in seinen Studien heraus, dass bereits im Kindesalter die Fähigkeit zur Impulskontrolle bzw. zum Belohnungsaufschub ein guter Indikator für den zukünftigen Erfolg ist. Es kann sowohl der akademische, der emotionale sowie auch der soziale Erfolg vorausgesagt werden. Je länger die untersuchten Kinder im Experiment gewartet hatten bis sie das Marshmallow assen, desto höher war tendenziell im Jugendalter die Leistung in der Schule. In sozialen Bereichen wurde ebenfalls besser abgeschnitten; Kinder die der Versuchung das Marshmallow gleich zu essen widerstehen konnten, konnten besser mit Frustration und Stress umgehen.

Natürlich kann das Experiment den beruflichen Erfolg nicht mit 100%iger Sicherheit voraussagen und es gibt Abweichungen. Es kann jedoch gezeigt werden, dass es eine Korrelation zwischen der Wartezeit und diversen Erfolgen im späteren Leben gibt.

Quellen: ted.com, youtube.com

Autorin: Nora Schenker

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Weniger Arbeitslose in der Schweiz!

Heute morgen veröffentlichte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) den monatlichen Bericht zur Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Die Zahlen erfreuen den Leser, denn die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat stark gesunken.

Während im Februar noch 149’259 Personen (3.5%) bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren als arbeitslos gemeldet waren, waren es im März nur noch 142’846 und die Quote sank auf 3.3%. Auch die Jugendarbeitslosigkeit hat sich von 3.4% auf 3.2% verbessert, momentan sind noch 17’854 Jugendliche als arbeitslos eingetragen.

Weiterhin sind es die Männer, die häufiger unter Arbeitslosigkeit leiden, denn unter den 142’846 Arbeitslosen waren 81’863 Männer und 60’983 Frauen. Von den Altersgruppen sind hauptsächlich Bürger zwischen 25 und 49 Jahren betroffen, jüngere und ältere Personen sind deutlich seltener arbeitslos.

Kantonal betrachtet liegt der Kanton Genf immer noch auf dem letzten Platz mit 13’123 Arbeitslosen und einer Quote von 5.6%. Nach Genf kommt Neuenburg (5,4%), Waadt (5,1%) und dann das Tessin mit einer Quote von 4.5%. Am besten sieht die Situation weiterhin im Kanton Nidwalden aus, der eine Quote von 1.0% hat. Auf dem zweiten Platz ist Obwalden (ebenfalls 1.0%), gefolgt von Uri (1.3%) und dann dem Kanton Appenzell Innerrhoden mit 1.3%.

Momentan sind in der Schweiz über 120’000 Stellen offen.

Quellen: www.amstat.ch, www.seco.admin.ch

Autor: Mario Egloff

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Dem Chef eine Idee schmackhaft machen – 3 Grundsätze zum Erfolg

Sie haben bei der Arbeit eine Idee für ein neues Projekt und möchten die Initiative ergreifen. In dieser Situation sind Sie wahrscheinlich sehr motiviert, müssen jedoch auch noch andere von Ihrer Idee überzeugen, um diese realisieren zu können. Wenn Sie Ihrem Chef die Idee vorstellen, ist es wichtig, dies aus der Kosten-Nutzen Perspektive des Chefs zu tun. Um Ihren Vorgesetzten dazu zu bewegen, Ihnen grünes Licht zur Umsetzung zu erteilen, müssen Sie gut vorbereitet sein und Fragen zu der Idee beantworten können.

0001332960GG-849x5651. Wie wollen Sie Zeit zur Realisierung der Idee finden?

  • Ein neues Projekt in Angriff zu nehmen benötigt Zeit. Deshalb müssen Sie Ihrem Chef zuerst versichern, dass Ihre bisherigen Aufgaben nicht darunter leiden werden. Es ist nicht ganz einfach, dies in Worte zu fassen. Wenn Sie zu beschäftigt wirken, könnte der Chef vorschlagen, dass Sie sich nicht noch mehr Arbeit aufhalsen. Wenn Sie jedoch den Anschein vermitteln, als hätten Sie alle Zeit der Welt, kommt die Frage auf, was Sie bisher mit Ihrer Zeit angefangen haben.
  • Die beste Strategie ist es, zu beschreiben, wie das Projekt in den jetzigen Arbeitsablauf hineinpasst. Beispielsweise kann betont werden, dass die neue Idee ideal zwischen zwei Tasks untergebracht werden kann. Wenn saisonale Aufgaben anfallen, bietet es sich an, das Projekt in einer Übergangsphase aufzugreifen.

2. Wie profitiert das Unternehmen von der Idee?

  • Gehen Sie zuerst auf Ihre Gedankengänge ein und darauf, wie die Idee Ihnen eingefallen ist. Wenn Sie beispielsweise während einem Meeting darauf gekommen sind, oder durch die Rückmeldung eines Kunden, illustrieren Sie dies. Gehen Sie auf den Sachverhalt ein, welcher die Idee inspiriert hat und inwiefern Ihr Projekt zu dessen Optimierung beiträgt. Wenn Sie die Inspiration für das Vorhaben offenlegen können, wird Ihr Vorgesetzter hoffentlich davon angesteckt werden.
  • Fokussieren Sie anschliessend darauf, inwiefern Ihre Bemühungen dem Unternehmen zugute kommen werden. Beschreiben Sie, wie sich das Projekt in das grosse Ganze der Unternehmenstätigkeit einfügt.

3. Was benötigen Sie zur Umsetzung?

  • Der Kontext des Projektes sollte mittlerweile klar sein, der Workload und die Beweggründe sind dargelegt. Nun sollen Sie beweisen, wie das Projekt konkret realisiert werden kann. Legen Sie offen, ob Sie zur Umsetzung zusätzliche Ressourcen wie Mitarbeiter, Räume, Finanzen etc. benötigen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, den Chef davon zu überzeugen, dass Sie möglichst wenige Ressourcen benötigen. Viel wichtiger ist es, zu zeigen, dass was Sie benötigen proportional zum erwarteten Nutzen ist.
  • Der beste Ansatz ist es, zuerst die erwünschten Resultate aufzuzeigen. Davon ausgehend kann illustriert werden, welche Ressourcen dafür nötig sind. Auf jeden Fall ist es besser von Anfang an offenzulegen, was Sie für die Umsetzung benötigen werden.

Wenn Sie erreichen, dass Ihr Geistesblitz realisiert wird, profitieren Sie auf diverse Weisen davon. Sie werden beispielsweise in Ihrem Team besser wahrgenommen, erhalten mehr Verantwortung und können natürlich auch Ihren Lebenslauf ein paar eindrucksvolle Zeilen erweitern.

Quelle: themuse.com

Autorin: Nora Schenker

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Inemuri – Schlafen am Arbeitsplatz

Wer in der Schweiz seinen Kopf auf den Bürotisch legt und ein Nickerchen nach der Mittagspause macht, wird wahrscheinlich schnell böse Blicke ernten. Da können die Schweizer nur neidisch ins Ausland schauen, denn in einigen Ländern ist so was tatsächlich erlaubt.

japan

In Japan gibt es das fast schon berühmte Inemuri (居眠り). Das Wort ist eine Zusammensetzung aus den Begriffen „anwesend sein“ und „schlafen“. Damit gemeint ist ein kurzer Schlaf, den man nicht im Privaten, sondern in der Öffentlichkeit, also zum Beispiel im Zug oder bei Arbeit, hält.

Die Japanologin Brigitte Steger hat das Phänomen genauer untersucht und die Ergebnise in dem Buch „(Keine) Zeit zum schlafen“ zusammengefasst. Sie unterscheidet dabei zwischen drei verschiedenen Schlafkulturen. Die westlichen Industriestaaten führen einen Monosphasenschlaf, das heisst man schläft nur in der Nacht für etwa 8 Stunden. Die Siesta-Kultur hat eher kürzeren Schlaf in der Nacht, dafür ist häufig ein Mittagsschlaf üblich. Bei der in Japan verbreiteten Schlafkultur wird in der Nacht nicht sehr lange geschlafen, dafür macht man mehrere kurze Nickerchen am Tag.

So wird in Japan an fast jedem Ort zwischendurch geschlafen. Am Morgen schlafen die Arbeiter in der U-Bahn, die Studenten in der Vorlesung und der Chef während der Sitzung. Obwohl dies nicht verpönt ist, gibt es trotzdem gewisse Regeln die beachtet werden müssen. So sollte man nicht schnarchen und strubbelige Haare oder zerknitterte Kleider vermeiden. Im Unternehmen gelten die üblichen Hierarchien: Der Vorgesetzte darf gerne beim Vortrag der Angestellten die Augen eine Weile ausruhen, die umgekehrte Situation ist aber nicht zu empfehlen.

Die Gründe für dieses Schlafverhalten in Japan sind unterschiedlich. Das Bild des ständig arbeitenden Japaners ist zwar ein Klischee und womöglich auch stark übertrieben, trotzdem wird häufig berichtet, dass die gesetzlichen 40 Stunden pro Woche nicht immer von Unternehmen eingehalten werden. Die Schlafzeit wird zudem durch Freizeitaktivitäten und die langen Arbeitwege verkürzt. Auch kulturelle Gründe spielen eine grosse Rolle, so werden Kinder nicht an eine normale Schlafenszeit gewöhnt und Erschöpfung beim Arbeiten wird oft als Anzeichen für grossen Einsatz und Motivation verstanden.

Wer nun begeistert ist von der Idee des Schlafens in der Öffentlichkeit, kann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Verschiedene Experten gehen davon aus, dass sich in einigen Jahren unsere Schlafkultur ändern wird und auch hier durch die Globalisierung kürzere Nachtschlafphasen und Nickerchen am Tag verbreitet sein werden.Wenn man nicht auf eine solche Entwicklung warten kann, muss man sich einen Job suchen, bei dem das Schlafen zwischendurch notwendig ist, etwa als Lastwagenführer für lange Distanzen.

Quelle: zeit.de, taz.de

Autor: Mario Egloff

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5 Führungstipps von Abraham Lincoln

Der US Präsident Abraham Lincoln (1809-1865) wird stets dafür gelobt, ein grossartiger Anführer gewesen zu sein. Weshalb ist dies so? Welche Methoden hat er eingesetzt und sind diese heute noch aktuell? Hier werden fünf von Lincolns Grundsätzen daraufhin angewendet, wie diese dabei helfen können, eine gute Führungsperson zu sein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1) Verlassen Sie Ihr Büro und gehen Sie unter die Truppen

  • Lincoln hat 1861 mehr Zeit ausserhalb als innerhalb des Weissen Hauses verbracht.
  • Man erzählt sich, dass er jeden einzelnen Soldaten, der sich früh für den Bürgerkrieg eingeschrieben hatte, persönlich getroffen hatte.
  • Lincoln verbrachte 75% seines Tages damit, Leute zu treffen.

Lincoln pflegte eine Politik der offenen Tür. Er war wahrscheinlich der zugänglichste Präsident, den die USA je gesehen hat. Lincoln hat sich immer Zeit dafür genommen, die Anliegen der Leute anzuhören. Moderne Theorien unterstützen die Wirksamkeit seiner „Managing by Wandering Around“-Strategie. Dadurch, dass er derart erreichbar war, war er stets umfänglich informiert. So konnte er bestmöglich Entscheidungen treffen.

2) Besser überzeugen als zwingen

  • Lincoln sagte, dass wenn man jemanden für die eigene Sache gewinnen will, man diese Person zuerst überzeugen muss, dass man deren aufrichtiger Freund ist. Wenn Leute beeinflusst werden sollen, soll dies höflich und durch Überzeugungskraft geschehen.
  • Lincoln: „Ich zerstöre meine Feinde dadurch, dass ich sie zu meinen Freunden mache.“

Obwohl Lincoln als Präsident Macht hatte, legte er Wert darauf, Leute zu überzeugen. Dies zeigt sich auch darin, wie er mit seinen Unterstellten kommunizierte. In seinen Briefen gab er keine Befehle, sondern formulierte Bitten („Ich schlage Ihnen vor,…“ „Ich hoffe, Sie ziehen in Erwägung…“). Auch die moderne Forschung betont wie essentiell es bei Verhandlungen ist, dass der Gesprächspartner einen mag („First, they need to like you“). Dies ist beispielsweise dadurch erreichbar, dass man die eigenen Gemeinsamkeiten und Parallelen zum Partner betont. So wird das Verhandlungsziel mit grösserer Wahrscheinlichkeit erreicht.

3) Führen Sie, indem Sie sich führen lassen

  • Lincoln rechnete jenen Anerkennung an, welche sie verdienten und übernahm gleichzeitig Verantwortung, wenn etwas schief lief. Dies vermittelte seinen Unterstellten das Bild, dass sie selbst Führung übernehmen und nicht bloss Lincoln.
  • Lincoln vertraute dem Urteil jener, welche an vorderster Front waren.

In schwierigen Situationen vertraute Lincoln darauf, dass es ihn am meisten weiterbringt, demokratisch zu sein und zuzuhören. Studien belegen die Produktivität von demokratischer Führung: Es lohnt sich, bei einem Sachverhalt die Meinungen der jeweils Betroffenen einzuholen.

4) Zu Innovation ermutigen

  • Lincoln ist der einzige US Präsident, der jemals etwas patentiert hat (vor seiner Präsidentschaft).
  • Lincoln hat seine Unterstellten immer konsultiert, um über Fortschritte zu beraten und Ideen umzusetzen.

Um Kreativität und Innovation zu stimulieren ist es unerlässlich, Leute dafür zu belohnen Neues zu probieren und sie nicht dafür zu bestrafen, wenn einmal etwas nicht klappt. Lincoln hat es verstanden, ein Klima von risikofreier Unternehmerschaft zu etablieren, um effektiv Innovation zu fördern.

5) Leute durch das Erzählen von Geschichten beeinflussen

  • Lincoln konnte gut Geschichten erzählen und setzte diese Fähigkeit geschickt dazu ein, um Leute für sich zu gewinnen.

Forschungen der Stanford University zeigen, dass dies in der Tat ein wichtiger Faktor ist. Bei einer Präsentation Fakten und Statistiken zu offerieren ist zwar gut, es sind jedoch die Geschichten, an welche sich die Leute danach erinnern. Ausserdem sind es Institutionen, welche eine überwältigende Geschichte kommunizieren, die bei den Angestellten besonders viel Engagement wecken.

Lincolns Leitsätze sind also auch heutzutage für Führungskräfte noch aktuell, wie moderne Studien belegen.

Quelle: time.com

Autorin: Nora Schenker

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Arbeitsplätze – Die wertvollsten Firmen der Welt

BürokomplexEin Ranking vom Februar 2014 der Handelszeitung zeigt die 10 wertvollsten Firmen der Welt dieses Jahres. Die Rangliste bezieht sich auf den jeweiligen Wert der Unternehmen. Und so sieht das Ergebnis aus:

  1. Apple:  105 Mia. $
  2. Samsung: 79 Mia. $
  3. Google: 69 Mia. $
  4. Microsoft: 63 Mia. $
  5. Verizon: 53 Mia. $
  6. General Electric: 53 Mia. $
  7. AT & T: 45 Mia. $
  8. Amazon: 45 Mia. $
  9. Walmart: 45 Mia. $
  10. IBM: 42 Mia. $

Drehen wir doch dieses globale Ranking ein wenig um und schauen wie sich die Rangliste verändert, wenn wir die Arbeitsplätze  dieser zehn Riesen in der Schweiz betrachten. Einige von Ihnen schaffen nämlich doch ziemlich viele Beschäftigungsmöglichkeiten in unserem Ländchen:

  1. IBM: 30 offene Stellen
  2. Microsoft: 23 offene Stellen
  3. Apple: 14 offene Stellen
  4. Samsung: 11 offene Stellen
  5. General Electric: 8 offenen Stellen
  6. Google: 7 offene Stellen
  7. Walmart/Amazon/AT & T/Verizon: keine offenen Stellen

Einige der wertvollsten Unternehmen der Welt bieten also auch Jobs in der Schweiz. Gut zu wissen, für alle diejenigen, die gerne bei einem Multi arbeiten und von dessen globaler Bekanntheit profitieren möchten.

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Jobradar 1. Quartal 2014

Die x28 AG, das Team hinter diesem Blog und jobagent.ch, hat heute den ersten Jobradar für das Jahr 2014 veröffentlicht. Das Dokument gibt Auskunft über die Verteilung der offenen Stellen in der ganzen Schweiz. Dafür wurden am 15. Februar alle offenen Stellen gesammelt und analysiert. Insgesamt wurden am Stichtag 120’513 offene Stellen in der Schweiz gefunden. Davon wurden 40 % von den Unternehmen selbst ausgeschrieben und 60% von Personaldienstleistern.

Kantone

Die meisten Stellen gab es auch dieses Quartal in Zürich, insgesamt waren es 25’177 Stellen, die gefunden wurden. Auf dem zweiten Platz liegt Bern mit 12’365 Stellen, gefolgt vom Aargau mit 6’213 Stellen. Das Schlusslicht bilden Obwalden mit 409 Stellen, dann Uri mit 321 Stellen und auf dem letzten Platz liegt Appenzell Innerrhoden mit 237 Stellen.

Arbeitgeber

Ausgewertet wurden auch noch die Arbeitgeber mit den meisten Stellen. Die Top 5 der Arbeitsgeber im 1. Quartel 2014 sieht folgendermassen aus:

  1. UBS AG: 421 Vakanzen
  2. SBB Schweizerische Bundesbahnen: 297 Vakanzen
  3. Migros: 279 Vakanzen
  4. Novartis: 262 Vakanzen
  5. Coop: 242 Vakanzen

Berufe

Weiterhin wurden die verschiedenen Berufe ausgewertet. Es wurde analysiert, welcher nun der am meisten gesuchte Beruf in der Schweiz ist. Die Top 5 sieht so aus:

  1. Pflegefachmann: 2’722 Vakanzen
  2. Elektromonteur: 2’689 Vakanzen
  3. Verkaufsberater: 1’607 Vakanzen
  4. Aussendienstmitarbeiter: 1’590 Vakanzen
  5. Projektleiter: 1’573 Vakanzen

Alle weiteren Statistiken und Zahlen finden Sie direkt im vollständingen Jobradar 1. Quartal 2014

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Mindestlohn-Initiative

Am 18. Mai geht das Schweizer Stimmvolk wieder einmal an die Urne. Auch dieses Mal erhitzen die Themen die Gemüter der Schweiz, ganz vorne dabei ist die Mindestlohn-Initiative (Für den Schutz fairer Löhne). In diesem Artikel soll anhand von drei Fragen (Was, Wer, Warum) dem Leser geholfen werden, sich selber eine Meinung zu bilden, um am 18. Mai eine begründete Entscheidung zu fällen.

Was?

Die Initiative verlangt, dass ein nationaler gesetzlicher Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde eingeführt wird. Bei einer Arbeitswoche von 42 Stunden würde dies etwa einem Monatslohn von 4’000 CHF entsprechen (22 Franken * 42 Stunden * 4 1/3 Wochen). Der bisherige Spitzenplatz der europäischen Mindestlöhne besetzt momentan Luxemburg mit einem Mindestlohn von 11,1 € (ca. 13.50 CHF). Davon ausgenommen sind natürlich spezielle Arbeitsverhältnisse; Praktikanten und Lehrlinge wären zum Beispiel nicht betroffen. Momentan sind es in der Schweiz etwa 9% der Arbeitnehmer, welche unter 4’000 CHF pro Monat verdienen.

Wer?

Unterstützt wird die Initiative von verschiedenen Gewerkschaften und Verbänden, etwa von der Unia und dem SGB. Von den Parteien wird die Initiative durch die SP und die GP unterstützt, sowie deren Jungparteien (Juso und Junge Grüne).

Die Prominentesten auf der Gegenseite sind wahrscheinlich die EconomieSuisse und die HotellerieSuisse. Zudem sind vor allem die SVP, die CVP und die GLP gegen die Initiative. Der National- und Ständerat empfiehlt bei der Abstimmung ein Nein.

Warum?

Pro:

  • Das Hauptargument für die Seite der Befürworter sind wahrscheinlich die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz. Die Initiative sollte besonders Familien ein gesichertes Leben ermöglichen und sie vor hohen unerwarteten Ausgaben absichern.
  • Auch die Lohngleichstellung spielt eine wichtige Rolle in der Argumentation. 70% der Arbeitnehmer mit einem Lohn unter 4000 Franken sind Frauen, folglich würde die Initiative die Unterschiede verkleinern.
  • Die Initiative soll Lohndumping verhindern, also das Auszahlen von Löhnen, welche unter dem regionalen oder branchenüblichen Standard liegen. Der Sinn dahinter wäre, dass das Existenzminimum in jedem Fall gesichert sein würde.

Contra

  • Die Gegenseite argumentiert, dass die Initiative genau den Arbeitnehmern schadet, denen sie helfen sollte. Durch Mindestlöhne haben Arbeitgeber weniger Anreiz Berufseinsteiger einzustellen, man setzt eher auf Erfahrene, oder ersetzt sogar Arbeitsplätze durch Automatisierung oder Outsourcing.
  • Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind zwar tatsächlich hoch, jedoch unterscheiden sie sich stark nach Region und Branche. Bestimmten Branchen würde die Initiative stark schaden, man könnte durch Löhne nicht mehr alle Arbeitsplätze finanzieren.
  • Der Anreiz für eine gute Ausbildung würde durch Mindestlöhne stark sinken, denn so könnte zum Beispiel ein Schulabbrecher gleich viel verdienen wie eine Person mit Lehrabschluss.

Quellen: politnetz.ch, solothurnerzeitung.ch

Autor: Mario Egloff

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Ärzte in der Schweiz – So viele gab es noch nie

Laut der Schweizerischen Depeschenagentur sind Ende 2013 in der Schweiz insgesamt 33’242 Personen als Ärztin oder Arzt berufstätig gewesen. Damit wird der Trend der letzten Jahre fortgesetzt; es gibt zunehmend mehr Ärzte und Ärztinnen. Im Vergleich zu 2012 beträgt der Anstieg 4.3%.

Auch der Verlauf, dass kontinuierlich mehr Frauen im Arztberuf tätig sind, setzt sich fort. Konkret sind 38.6% der in der Schweiz beschäftigten Arztpersonen weiblich. Der Anstieg der Anzahl Ärztinnen zum Vorjahr beträgt 7.1%, wobei die Zunahme bei den Männern lediglich bei 2.7% liegt.

In der Schweiz liegt die Anzahl Ärzte pro 1’000 Einwohner über dem Durchschnitt der OECD-Länder. Die Rate in der Schweiz beträgt 4 Ärzte, während international der Durchschnitt auf 3.2 Ärzte fällt. Beim Vergleich der Dichte in den verschiedenen Kantonen fallen ebenfalls Unterschiede auf. In Basel-Stadt fallen ganze 9.2 Ärzte auf 1’000 Einwohner, während der Tiefstwert mit 1.6 vom Kanton Uri erreicht wird. Das Durchschnittsalter der Ärzte beträgt ganzschweizerisch 48.8 Jahre.

In der Schweiz sind momentan rund 1’400 Ärzte Stellen zu besetzen. Davon werden knapp 600 von Stellenvermittlern ausgeschrieben und ca. 800 direkt von den Arbeitgebern. In der Region Nordwestschweiz sind zurzeit mit 328 Stelleninseraten von Arbeitgebern am meisten Jobs veröffentlicht, während in der Region Tessin ausschliesslich 6 Stellen publiziert sind.

Autorin: Nora Schenker

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Fünf Don’ts bei der Bewerbung

Grosse Firmen erhalten dutzende Bewerbungen und das jeden Tag. Dies bedeutet, dass Personaler nur wenig Zeit haben um die einzelnen Bewerbungen zu studieren, so spielt der erste Eindruck eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund werden hier 5 Dinge beschrieben, die Sie unbedingt vermeiden müssen, damit Ihre Bewerbung nicht sofort im Papierkorb landet.

 1. Bewerbungsschreiben: Der Roman

Ein zu langes Bewerbungsschreiben wird häufig schon aus Zeitmangel gar nicht gelesen. So sollte es nicht länger als eine A4-Seite sein, komplizierte Schachtelsätze sollten möglichst vermieden werden, um ein angenehmes Lesen zu garantieren.

2. Der farbenfrohe Lebenslauf

Ein individuell gestalteter Lebenslauf sticht zwar in der Masse der Vorlage-CVs heraus, kann jedoch auch schnell unprofessionell wirken. Mit der richtigen Gestaltung kann dies verhindert werden. So reicht ein einzelnes Foto im Normalfall und farbige Gestaltung sollte sparsam eingesetzt werden.

 3. Flüchtigkeitsfehler

Das ständige Korrigieren von Bewerbungsschreiben mag lästig erscheinen, ist jedoch ein zentraler Bestandteil im Prozess. Flüchtigkeitsfehler geben den Eindruck, dass man sich nicht besonders Mühe für die Bewerbung gemacht hat oder sogar Probleme mit der Grammatik hat. Besonders prekär sind Fehler in den Kontaktdaten, denn diese machen nicht nur einen besonders schlechten Eindruck, sondern erschweren die Kontaktaufnahme. Jede Bewerbung sollte deshalb vor dem Absenden mehrmals durchgelesen werden, am besten fragt man noch eine zweite Person.

4. Massloses Übertreiben

Viele Fähigkeiten die man im Lebenslauf angibt, basieren auf Selbsteinschätzung. Dabei ist es wichtig, dass man realitätsnah bleibt und nicht übertreibt. Gibt man etwa an, dass man fliessend Italienisch spricht, obwohl es nur für das Bestellen einer Pizza reicht, ist die Gefahr gross, dass die Lüge beim Bewerbungsgespräch schnell aufliegt. Die Fähigkeiten beschreibt man am besten mit den Begriffen „Grundkenntnisse, gute Kenntnisse oder sehr gute Kenntnisse“, idealerweise verweist man noch auf ein Diplom oder frühere Arbeitserfahrungen.

5. Familienstammbaum

Früher war es noch üblich, dass man im Lebenslauf den Namen und Beruf der Eltern angab, heute wird das in der Regel ausgelassen. Dennoch gibt es Ausnahmen, etwa dann, wenn ein Elternteil in der selben Firma arbeitet oder ein bekannter Experte in dem Themengebiet ist.

Quellen: bildung-news.com, zeit.de

Autor: Mario Egloff

 

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